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Geldanlage & Börse

Investmentfonds

Definition

Ein Investmentfonds sammelt das Geld vieler Anleger und legt es gebündelt an - etwa in Aktien, Anleihen oder Immobilien. Anleger erhalten Fondsanteile und sind damit anteilig am gesamten Korb beteiligt; verwaltet wird der Fonds von einer Kapitalverwaltungsgesellschaft.

Auch bekannt als: Fonds, aktive Fonds, Aktienfonds, aktiv gemanagter Fonds

Das Prinzip: gemeinsam anlegen

Ein Investmentfonds löst ein Grundproblem kleiner Vermögen: Mit 100 € lässt sich kein diversifiziertes Depot aus 50 Aktien bauen - mit einem Fondsanteil schon. Viele Anleger zahlen in einen gemeinsamen Topf ein, eine Kapitalverwaltungsgesellschaft investiert das Geld nach festgelegten Regeln, und jeder Anteil verbrieft ein Stück des gesamten Korbs. Diversifikation, professionelle Abwicklung und kleine Einstiegsbeträge sind eingebaut.

Die wichtigste Unterscheidung verläuft zwischen aktiven Fonds, bei denen ein Management gezielt Wertpapiere auswählt, um den Markt zu schlagen, und passiven Indexfonds (ETFs), die schlicht einen Index nachbilden. Aktive Fonds kosten typischerweise 1,5-2 % pro Jahr, dazu oft ein Ausgabeaufschlag beim Kauf - und die Mehrheit schafft es über lange Zeiträume nicht, ihren Vergleichsindex nach Kosten zu übertreffen.

Ein Praxisbeispiel

10.000 € für 25 Jahre, angenommene Marktrendite 7 % pro Jahr: Im aktiven Fonds mit 1,8 % Gesamtkosten wachsen daraus rund 35.500 €. In einem ETF auf denselben Markt mit 0,2 % Kosten sind es etwa 51.500 € - rund 16.000 € Unterschied, allein durch Kosten. Selbst wenn der aktive Fonds den Markt um einen halben Prozentpunkt schlägt (was dauerhaft selten gelingt), bleibt er hinter dem günstigen Indexfonds zurück.

Typische Fehler und Missverständnisse

  • Vergangene Spitzenplätze kaufen: Der beste Fonds der letzten drei Jahre ist statistisch kein besserer Tipp für die nächsten drei - Rankings spiegeln oft Glück, nicht Können.
  • Kosten unterschätzen: Laufende Gebühren wirken über den Zinseszinseffekt gewaltig (siehe Beispiel) - vor dem Kauf immer TER und Ausgabeaufschlag prüfen.
  • Bankempfehlung mit Beratung verwechseln: Filialbanken verdienen an Provisionen der empfohlenen hauseigenen Fonds - das ist Vertrieb, nicht neutrale Beratung.
  • Sicherheit falsch verorten: Ein Fonds streut Risiken, schwankt aber mit seinem Markt - er ist kein Sparbuch.

Wichtige Hinweise

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