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ETF-Sparplan-Rechner

Berechne, wie dein Vermögen mit einem ETF-Sparplan über die Jahre wächst.

%
Jahre

Endkapital

242.227 €

Eingezahltes Kapital

73.000 €

Wertzuwachs durch Rendite

169.227 €

Effektive Rendite p. a.

6,8 %

Kaufkraft heute (inflationsbereinigt bei 2 % Inflation p. a.): 133.727 €

Was ist ein ETF-Sparplan?

Ein ETF (Exchange Traded Fund) ist ein börsengehandelter Indexfonds, der einen Aktienindex - zum Beispiel den MSCI World oder den DAX - möglichst genau nachbildet. Statt einzelne Aktien auszuwählen, investierst du mit einem ETF automatisch in hunderte oder tausende Unternehmen gleichzeitig.

Ein ETF-Sparplan bedeutet, dass du regelmäßig (meist monatlich) einen festen Betrag in einen solchen ETF investierst - unabhängig davon, ob die Kurse gerade hoch oder niedrig stehen. Viele Anleger nutzen Sparpläne, weil sie so ohne großes Startkapital, ohne Markttiming und mit wenig Aufwand langfristig Vermögen aufbauen können. Über automatische Ausführung läuft der Sparplan dabei meist unbemerkt im Hintergrund mit.

Was der Rechner berechnet

Du gibst dein Startkapital, deine monatliche Sparrate, die erwartete jährliche Rendite und die Laufzeit ein. Der Rechner simuliert daraus Monat für Monat, wie dein Depotwert wächst - inklusive Zinseszinseffekt auf bereits erzielte Renditen.

Zusätzlich kannst du unter „Erweiterte Optionen" drei Faktoren berücksichtigen, die den realen Vermögensaufbau spürbar beeinflussen:

  • ETF-Kosten (TER): Die Total Expense Ratio ist die jährliche Kostenquote eines ETFs. Sie wird laufend vom Fondsvermögen abgezogen und schmälert dadurch deine tatsächliche Rendite.
  • Jährliche Sparraten-Steigerung: Viele Anleger erhöhen ihre Sparrate mit steigendem Einkommen. Diese Option bildet das ab.
  • Inflation: Zeigt zusätzlich, wie viel dein Endkapital in heutiger Kaufkraft wert wäre.

Als Ergebnis zeigt dir der Rechner dein Endkapital, dein eingezahltes Kapital, den Wertzuwachs durch Rendite sowie deine effektive Rendite nach Kosten - plus ein Diagramm der Vermögensentwicklung über die Laufzeit.

Formel und Berechnung

Ohne laufende Sparrate würde für eine einmalige Anlage die klassische Zinseszinsformel gelten:

K = K₀ × (1 + p)ⁿ

Bei einem Sparplan kommt jedoch jeden Monat eine neue Einzahlung hinzu, die ab diesem Zeitpunkt ihre eigene Rendite erwirtschaftet. Eine einzelne geschlossene Formel reicht dafür nicht aus. Der Rechner simuliert deshalb die Entwicklung Monat für Monat:

  1. Die erwartete Rendite wird auf den aktuellen Depotwert gutgeschrieben (geteilt durch 12 für den Monatswert).
  2. Die ETF-Kosten (TER) werden vorher von der Bruttorendite abgezogen - es zählt die effektive Rendite (Bruttorendite − TER).
  3. Anschließend wird die monatliche Sparrate hinzugefügt.
  4. Einmal pro Jahr wird die Sparrate um die eingestellte Steigerung erhöht (falls aktiviert).

Die Inflation fließt nicht in diese Simulation ein, sondern nur in die separat ausgewiesene Kaufkraft-Angabe: Endkapital ÷ (1 + Inflation)^Laufzeit.

Beispielrechnung

Angenommen, du investierst 100 € monatlich über 30 Jahre bei einer erwarteten Rendite von 7 % pro Jahr (ohne ETF-Kosten):

  • Eingezahltes Kapital: 36.000 € (100 € × 12 Monate × 30 Jahre)
  • Endkapital: rund 121.997 €
  • Wertzuwachs durch Rendite: rund 85.997 €

Mit einer realistischen ETF-Kostenquote von 0,2 % TER sinkt das Endkapital auf rund 117.290 € - ein Unterschied von knapp 4.700 € allein durch die laufenden Kosten. Das zeigt: Schon kleine Kostenunterschiede wirken sich über Jahrzehnte spürbar aus, weshalb sich ein Blick auf die TER beim ETF-Vergleich lohnt.

Risiken und Hinweise

  • Renditen sind nicht garantiert. Die eingegebene Rendite ist eine Annahme, keine Zusage. ETFs bilden Aktienmärkte ab, die kurz- und mittelfristig stark schwanken können - auch über mehrere Jahre hinweg.
  • Vergangene Wertentwicklung ist kein verlässlicher Indikator für die Zukunft. Historische Durchschnittsrenditen (z. B. des MSCI World) sind kein Versprechen für künftige Erträge.
  • ETF-Sparpläne sind ein langfristiger Ansatz. Kurzfristige Kursschwankungen gleichen sich historisch betrachtet über lange Zeiträume eher aus - eine Garantie dafür gibt es jedoch nicht.
  • Steuern sind nicht berücksichtigt. In Deutschland fällt auf Kapitalerträge in der Regel Kapitalertragsteuer zzgl. Solidaritätszuschlag an (abzüglich Sparerpauschbetrag). Bei thesaurierenden ETFs kommt zusätzlich die sogenannte Vorabpauschale ins Spiel. Das tatsächliche Endkapital nach Steuern liegt daher niedriger als hier berechnet.

Häufige Fragen

Wie viel kann ich mit einem ETF-Sparplan verdienen?

Das hängt von deiner Sparrate, der Laufzeit und der tatsächlichen Marktentwicklung ab - eine pauschale Zahl gibt es nicht. Der Rechner zeigt dir auf Basis deiner Annahmen ein mögliches Ergebnis, keine Garantie. Historisch gesehen konnten breit gestreute Aktien-ETFs über sehr lange Zeiträume mehrere Prozent Rendite pro Jahr erwirtschaften - das ist aber kein Versprechen für die Zukunft.

Welche Rendite sollte ich realistisch erwarten?

Viele langfristig orientierte Anleger orientieren sich an historischen Durchschnittswerten breiter Weltaktienindizes (häufig im Bereich von 6-8 % pro Jahr vor Kosten und Inflation). Das ist jedoch ein historischer Durchschnitt mit erheblichen Schwankungen von Jahr zu Jahr, keine gesicherte Zukunftsrendite. Rechne lieber mit einem vorsichtigen Wert und betrachte höhere Renditen als positive Überraschung.

Wie viel Geld sollte ich monatlich investieren?

So viel, wie du dauerhaft entbehren kannst, ohne deine finanzielle Sicherheit zu gefährden - ein ETF-Sparplan sollte grundsätzlich erst nach einem ausreichenden Notgroschen starten. Wichtiger als die Höhe der Rate ist oft, überhaupt kontinuierlich zu investieren. Probiere im Rechner verschiedene Sparraten aus, um ein Gefühl für die langfristige Wirkung zu bekommen.

Wie funktioniert der Zinseszinseffekt bei ETFs?

Wertsteigerungen deines ETF-Depots erhöhen den Depotwert, auf den sich künftige Wertsteigerungen wiederum beziehen - dein Kapital wächst dadurch nicht linear, sondern zunehmend schneller. Genau wie beim klassischen Zinseszins gilt: Je länger die Laufzeit, desto stärker wirkt sich dieser Effekt aus.

Sind ETF-Sparpläne sicher?

ETF-Sparpläne unterliegen den normalen Schwankungen des Aktienmarkts - der Wert deines Depots kann zeitweise deutlich sinken, auch über mehrere Jahre. Ein breit gestreuter ETF reduziert das Risiko einzelner Unternehmenspleiten gegenüber Einzelaktien, ist aber kein risikofreies Investment. Ein Totalverlust ist bei breiter Streuung unwahrscheinlich, aber Kursverluste sind ein normaler Teil des Investierens.

Was passiert bei fallenden Kursen?

Bei einem Sparplan kaufst du bei fallenden Kursen automatisch mehr Anteile für denselben Betrag (Durchschnittskosteneffekt / Cost-Average-Effekt). Kurzfristig sinkt dadurch dein Depotwert, langfristig kann ein niedrigerer Einstiegspreis aber vorteilhaft sein - vorausgesetzt, die Kurse erholen sich wieder, wofür es keine Garantie gibt.

Welche Laufzeit ist für einen ETF-Sparplan sinnvoll?

Je länger die Laufzeit, desto stärker wirkt der Zinseszinseffekt und desto eher gleichen sich kurzfristige Kursschwankungen historisch betrachtet aus. Viele Anleger planen ETF-Sparpläne daher über mindestens 10-15 Jahre, oft deutlich länger. Für kurzfristige Sparziele sind schwankungsanfällige Aktien-ETFs eher ungeeignet.

Was ist die TER und warum ist sie wichtig?

Die TER (Total Expense Ratio) ist die jährliche Kostenquote eines ETFs, die laufend vom Fondsvermögen abgezogen wird. Sie wirkt wie eine negative Rendite und wird über lange Laufzeiten durch den Zinseszinseffekt selbst verstärkt. Schon Unterschiede von 0,5-1 Prozentpunkten TER können über 30 Jahre mehrere tausend Euro ausmachen - ein Blick auf die Kostenquote lohnt sich beim ETF-Vergleich.

Was ist der Unterschied zwischen thesaurierenden und ausschüttenden ETFs?

Thesaurierende ETFs legen erwirtschaftete Erträge automatisch wieder an, ausschüttende ETFs zahlen sie regelmäßig aus (z. B. quartalsweise). Für den reinen Vermögensaufbau ohne laufenden Auszahlungsbedarf führen bei gleicher Bruttorendite beide Varianten grundsätzlich zu einem ähnlichen Ergebnis, sofern Ausschüttungen wieder reinvestiert werden - steuerlich gibt es jedoch Unterschiede im Detail, die dieser Rechner nicht abbildet.

Sind Steuern in der Berechnung enthalten?

Nein. In Deutschland fällt auf Kapitalerträge in der Regel Kapitalertragsteuer zzgl. Solidaritätszuschlag an, abzüglich des jährlichen Sparerpauschbetrags. Bei thesaurierenden ETFs kommt zusätzlich die Vorabpauschale hinzu, deren genaue Berechnung von der jährlichen Marktentwicklung abhängt. Das tatsächliche Endkapital nach Steuern liegt in der Praxis niedriger als das hier berechnete Ergebnis.

Ist die Inflation in der Berechnung berücksichtigt?

Das nominale Endkapital berücksichtigt keine Inflation. Zusätzlich zeigt dir der Rechner aber die inflationsbereinigte Kaufkraft deines Endkapitals - also, was dein Ergebnis in heutiger Kaufkraft ungefähr wert wäre, basierend auf der von dir eingestellten Inflationsrate.

Kann ich einen ETF-Sparplan auch ohne Startkapital beginnen?

Ja. Trage einfach 0 € als Startkapital ein - der Rechner simuliert dann die Entwicklung ausschließlich auf Basis deiner monatlichen Sparrate. Viele ETF-Sparpläne werden in der Praxis genau so gestartet.

Die Ergebnisse dieses Rechners dienen ausschließlich der Information und Orientierung und stellen keine Finanz-, Anlage-, Steuer- oder Rechtsberatung dar. Sie ersetzen keine individuelle professionelle Beratung. Für zukünftige Entwicklungen (z. B. Renditen, Zinssätze oder Kurse) besteht keine Garantie - angenommene oder vergangene Werte sind kein verlässlicher Indikator für die Zukunft.