Kapital-Online

ETF-Kostenrechner

Berechne, wie stark ETF-Kosten (TER) deine langfristige Rendite schmälern - im Vergleich zu einem kostenfreien Szenario oder einem Vergleichs-ETF.

Jahre
%
%

Endkapital mit deinen ETF-Kosten

311.045 €

Endkapital ohne Kosten

325.159 €

Eingezahltes Kapital

82.000 €

Entgangener Gewinn durch Kosten

14.114 €

Davon 6.737 € direkt durch die TER gezahlte Kosten - der Rest ist Gewinn, der dir entgeht, weil bereits gezahlte Kosten nicht mehr mitverzinst werden (Zinseszinseffekt der Kosten selbst). Das entspricht 4,3 % deines möglichen, kostenfreien Endkapitals.

Dein ETF (0,2 % TER) gegen Vergleichs-ETF (1 % TER)

Dein ETF (0,2 % TER)

311.045 €

Vergleichs-ETF (1 % TER)

261.129 €

Was sind ETF-Kosten?

Auch ein ETF ist nicht kostenlos: Jeder Fonds zieht laufend einen kleinen Anteil seines Vermögens ab, um Verwaltung, Handel und Lizenzgebühren für den nachgebildeten Index zu decken. Diese laufenden Kosten werden nicht separat abgebucht, sondern direkt im Fondswert (NAV) berücksichtigt - du zahlst sie also nicht aktiv, sie schmälern aber jeden Tag ein kleines Stück deiner Rendite. Die wichtigste Kennzahl dafür ist die TER (Total Expense Ratio, Gesamtkostenquote), die dieser Rechner nutzt, um zu zeigen, wie stark sich scheinbar kleine Prozentpunkte über Jahrzehnte auswirken.

Warum die TER wichtig ist

Die TER ist die zentrale Vergleichskennzahl für ETF-Kosten, weil sie gesetzlich vorgeschrieben, standardisiert und in jedem Factsheet verpflichtend ausgewiesen ist. Sie fasst die laufenden jährlichen Kosten eines Fonds in einer einzigen Prozentzahl zusammen - bei einer TER von 0,2 % kostet ein Fonds beispielsweise 20 € pro Jahr auf 10.000 € investiertes Kapital, direkt aus dem Fondsvermögen entnommen, bevor du die Rendite siehst.

Wichtig: Die TER wird nicht einmalig abgebucht, sondern wirkt jeden Tag anteilig auf das aktuelle Fondsvermögen - genau wie eine (negative) Zinseszins-Komponente. Das ist der Grund, warum sich schon kleine TER-Unterschiede über lange Zeiträume zu großen Beträgen aufsummieren, wie dieser Rechner sichtbar macht.

Wie beeinflussen Gebühren die Rendite?

Jeder Prozentpunkt TER senkt die effektive Rendite deines Investments um genau diesen Punkt - eine Bruttorendite von 7 % p. a. wird bei 0,2 % TER effektiv zu 6,8 % p. a., bei 1,0 % TER zu 6,0 % p. a. Das klingt nach wenig, wirkt sich aber durch den Zinseszinseffekt über Jahrzehnte massiv aus, weil nicht nur die Kosten selbst fehlen, sondern auch alle Erträge, die dieses Geld hätte erwirtschaften können, wenn es investiert geblieben wäre.

Wie wird der ETF-Kosteneffekt berechnet?

Dieser Rechner simuliert die Depotentwicklung Monat für Monat, in drei parallelen Szenarien mit identischem Startkapital, identischer Sparrate und identischer Bruttorendite:

  1. Ohne Kosten - die Bruttorendite wirkt ungeschmälert.
  2. Mit deinen ETF-Kosten - die eingegebene TER wird jeden Monat anteilig vom Fondsvermögen abgezogen.
  3. Vergleichs-ETF - dieselbe Rechnung mit einer zweiten, frei wählbaren TER, um zwei konkrete ETFs gegenüberzustellen.

In jedem Monat gilt dieselbe Reihenfolge:

Vermögen(Monat) = Vermögen(Vormonat) × (1 + Bruttorendite/12)
                   − Vermögen(Vormonat) × (TER/12)
                   + monatliche Sparrate

Eine optionale jährliche Depotgebühr (ein fester Euro-Betrag für die Depotführung beim Broker, unabhängig von der Depotgröße) wird - falls angegeben - einmal am Ende jedes Jahres zusätzlich vom Saldo abgezogen.

Zwei unterschiedliche Kostenkennzahlen zeigt der Rechner bewusst getrennt:

  • Kosten durch TER - die Summe aller tatsächlich abgezogenen TER-Beträge in Euro (ein linearer Kostenposten).
  • Entgangener Gewinn - der GESAMTE Vermögensunterschied zum kostenfreien Szenario. Dieser Wert ist immer größer als die reinen TER-Kosten, weil bereits gezahlte Kosten in den Folgejahren nicht mehr mitverzinst werden können - der Zinseszinseffekt der Kosten selbst.

Keine vereinfachte Näherung: Die TER wird exakt anteilig auf das jeweils aktuelle (monatlich wachsende) Fondsvermögen angewendet, nicht linear auf das Startkapital oder eine Durchschnittsgröße.

Beispielrechnung: 0,2 % TER gegen 1 %

Angenommen, du startest mit 10.000 € Kapital, sparst 200 € monatlich über 30 Jahre bei einer erwarteten Bruttorendite von 7 % p. a.:

Szenario Endkapital Entgangener Gewinn
Ohne Kosten 325.159,17 € -
ETF mit 0,2 % TER 311.045,18 € 14.113,99 €
ETF mit 1,0 % TER 261.128,76 € 64.030,41 €

Der Unterschied zwischen 0,2 % und 1,0 % TER - auf den ersten Blick nur 0,8 Prozentpunkte - kostet dich bei diesem Beispiel über 49.900 € zusätzlich, allein durch die höhere Kostenquote. Von den 64.030,41 € beim teureren ETF sind rund 29.854,79 € direkt gezahlte TER-Kosten - der Rest ist entgangener Zinseszins auf diese Kosten.

Warum kleine Unterschiede langfristig groß werden

Der entscheidende Mechanismus ist der Zinseszinseffekt der Kosten selbst: Ein Euro, der heute als Gebühr abgezogen wird, fehlt nicht nur heute - er fehlt auch in jedem Folgejahr, inklusive aller Erträge, die er in dieser Zeit erwirtschaftet hätte. Am Beispiel von 10.000 € Start, 200 €/Monat und 7 % Bruttorendite:

Laufzeit Unterschied bei 0,2 % TER Unterschied bei 1,0 % TER
10 Jahre 774,09 € 3.743,74 €
20 Jahre 4.068,36 € 19.062,50 €
30 Jahre 14.113,99 € 64.030,41 €

Der Unterschied wächst nicht linear, sondern deutlich überproportional: Von 10 auf 30 Jahre (verdreifachte Laufzeit) steigt der Kostenschaden bei 1,0 % TER um mehr als das 17-fache - genau das ist der Zinseszinseffekt, der bei langfristigem Vermögensaufbau sowohl für Erträge als auch für Kosten gilt.

TER vs. andere ETF-Kosten

Die TER ist die wichtigste, aber nicht die einzige Kostenkomponente eines ETF-Investments:

  • TER (laufende Fondskosten) - jährlich, prozentual, bereits im Fondswert enthalten. Die Kennzahl, die dieser Rechner nutzt.
  • Transaktionskosten des Fonds - Handelskosten innerhalb des Fonds (z. B. beim Nachbilden des Index), meist klein, aber nicht in der TER enthalten und selten einzeln ausgewiesen.
  • Tracking Difference - die tatsächliche Abweichung der ETF-Rendite von der Index-Rendite; kann von der TER abweichen (nach oben oder unten), etwa durch Wertpapierleihe-Erträge des Fonds.
  • Orderkosten/Kaufgebühren - einmalige Kosten beim Kauf/Verkauf von ETF-Anteilen, abhängig vom Broker, nicht vom ETF selbst.
  • Depotgebühren - laufende Kosten der Depotführung beim Broker, unabhängig vom investierten ETF. Viele Broker bieten inzwischen kostenlose Depots an - dieser Rechner bildet eine optionale jährliche Depotgebühr als eigenen Posten ab.

Für den langfristigen Vermögensaufbau ist die TER meist die mit Abstand größte und am besten vergleichbare Kostenkomponente - deshalb steht sie im Mittelpunkt dieses Rechners.

Sind günstige ETFs immer besser?

Nicht zwingend - die TER ist ein wichtiges, aber nicht das einzige Auswahlkriterium:

  • Tracking-Qualität zählt mehr als die TER allein. Ein ETF mit etwas höherer TER, aber sehr präziser Indexnachbildung, kann in der Praxis besser abschneiden als ein "günstigerer" ETF mit größerer Tracking Difference.
  • Fondsgröße und Liquidität beeinflussen Handelskosten (Spread) beim Kauf/Verkauf - ein sehr kleiner, aber günstiger ETF kann durch einen größeren Spread einen Teil des TER-Vorteils wieder verlieren.
  • Physische vs. synthetische Replikation ist eine Strukturfrage mit eigenen Chancen/Risiken (z. B. Kontrahentenrisiko bei Swaps), die die TER allein nicht abbildet.
  • Für die große Mehrheit breit gestreuter Standardindizes (z. B. MSCI World, S&P 500, MSCI ACWI) unterscheiden sich die etablierten ETF-Anbieter in der Praxis nur wenig in Tracking-Qualität - hier ist die TER meist das entscheidende, gut vergleichbare Kriterium.

Welche ETF-Kosten sind normal?

Als grobe Orientierung für breit gestreute Aktien-Index-ETFs:

TER-Bereich Einordnung
0,03 % – 0,25 % Günstig - üblich bei großen, populären Standardindizes (z. B. MSCI World, S&P 500)
0,25 % – 0,50 % Durchschnittlich - üblich bei spezielleren Indizes (z. B. Themen-ETFs, Nebenwerte)
0,50 % – 1,00 % Eher hoch für einen ETF - oft bei Nischenprodukten oder aktiv gemanagten ETFs
über 1,00 % Für passive ETFs unüblich hoch - typisch eher für aktiv gemanagte Investmentfonds

Aktiv gemanagte klassische Investmentfonds liegen mit ihrer TER häufig bei 1,0 - 2,0 % p. a. - deutlich über den meisten passiven ETFs, was einer der Hauptgründe für die anhaltende Popularität von ETFs im langfristigen Vermögensaufbau ist.

Risiken von ETFs

Kosten sind nur ein Aspekt - ETFs sind trotz breiter Streuung keine risikolose Anlage:

  • Marktrisiko. Ein ETF bildet einen Index nach - fällt der Index, fällt auch der ETF, unabhängig von seiner Kostenquote.
  • Wechselkursrisiko bei ETFs auf ausländische Indizes ohne Währungsabsicherung (z. B. MSCI World in Euro, aber überwiegend US-Dollar-Werte enthaltend).
  • Kontrahentenrisiko bei synthetisch replizierenden ETFs (Swap-basiert), auch wenn dies regulatorisch begrenzt ist.
  • Liquiditätsrisiko bei sehr kleinen oder wenig gehandelten ETFs, das sich in größeren Spreads beim Kauf/Verkauf äußern kann.
  • Die in diesem Rechner angenommene konstante Rendite ist eine Vereinfachung zur Veranschaulichung des Kosteneffekts - reale Aktienmärkte schwanken deutlich stärker, mit Verlustjahren, die sich ebenfalls auf Kosten beziehen (eine höhere TER kostet auch in einem Verlustjahr weiterhin Geld).

Grenzen des Rechners

  • Der Rechner unterstellt eine konstante Bruttorendite über die gesamte Laufzeit - reale Marktrenditen schwanken erheblich von Jahr zu Jahr.
  • Tracking Difference, Transaktionskosten des Fonds und Spreads sind nicht separat abgebildet - nur die TER und optional eine feste jährliche Depotgebühr.
  • Steuern (insbesondere die Vorabpauschale bei thesaurierenden ETFs) werden bewusst nicht berücksichtigt - sie sind fachlich komplex und unterliegen regelmäßigen Gesetzesänderungen. Das tatsächliche Nach-Steuer-Ergebnis liegt in der Praxis niedriger.
  • Der Vergleichs-ETF verwendet zur besseren Vergleichbarkeit dieselbe Bruttorendite wie dein ETF - unterschiedliche ETFs auf denselben Index haben in der Realität nahezu identische Bruttorenditen, ETFs auf unterschiedliche Indizes dagegen nicht (das bildet dieser Rechner nicht ab).

Keine Anlageberatung / Haftungshinweis

Dieser Rechner dient ausschließlich der allgemeinen Veranschaulichung, wie sich laufende ETF-Kosten auf ein Sparplan-Endkapital auswirken. Er stellt keine Anlageberatung, keine Empfehlung für oder gegen bestimmte ETFs und keine Zusicherung künftiger Renditen dar. Die eingegebene Rendite ist eine Annahme, keine Garantie - tatsächliche Marktentwicklungen können davon erheblich abweichen, auch mit Verlusten. Triff Anlageentscheidungen nicht allein auf Basis dieses Rechners, sondern hole bei Bedarf unabhängigen, professionellen Rat ein.

Häufige Fragen

Was ist TER?

TER steht für Total Expense Ratio (Gesamtkostenquote) - die laufenden jährlichen Kosten eines Fonds als Prozentsatz des verwalteten Vermögens. Sie ist gesetzlich vorgeschrieben, in jedem Factsheet ausgewiesen und die zentrale Vergleichskennzahl für ETF-Kosten. Bei einer TER von 0,2 % kostet ein ETF beispielsweise 20 € pro Jahr auf 10.000 € investiertes Kapital.

Wie viel kostet ein ETF?

Die laufenden Kosten (TER) liegen bei breit gestreuten Standard-ETFs meist zwischen 0,03 % und 0,25 % pro Jahr, bei spezielleren ETFs auch bis etwa 0,5-1,0 %. Hinzu kommen einmalige Kaufkosten beim Broker sowie ggf. eine Depotgebühr - beides ist unabhängig vom ETF selbst und hängt vom gewählten Broker ab.

Sind 0,2 % TER gut?

Ja, 0,2 % TER gilt für einen breit gestreuten Aktien-Index-ETF (z. B. auf den MSCI World oder S&P 500) als günstig bis durchschnittlich. Die günstigsten Standard-ETFs liegen sogar bei 0,03-0,1 %, die meisten soliden Standardprodukte zwischen 0,1 % und 0,25 % - siehe Tabelle 'Welche ETF-Kosten sind normal?' oben.

Wie stark beeinflussen ETF-Gebühren die Rendite?

Jeder Prozentpunkt TER senkt die effektive Rendite um genau diesen Punkt (z. B. wird 7 % Bruttorendite bei 1,0 % TER zu 6,0 % effektiver Rendite). Durch den Zinseszinseffekt wirkt sich das über Jahrzehnte deutlich stärker aus, als die reine Prozentzahl vermuten lässt - im Beispiel dieses Rechners kostet der Unterschied zwischen 0,2 % und 1,0 % TER über 30 Jahre mehr als 49.900 € bei 10.000 € Start und 200 €/Monat.

Warum sind hohe ETF-Kosten problematisch?

Weil die Kosten jeden Monat anteilig vom Fondsvermögen abgezogen werden, wie eine negative Zinseszins-Komponente - bereits gezahlte Kosten können in Folgejahren nicht mehr mitverzinst werden. Das macht den tatsächlichen Vermögensverlust größer als die Summe der reinen Kosten (siehe 'entgangener Gewinn' im Rechner) - genau dieser Unterschied wächst mit der Länge der Laufzeit überproportional.

Was kostet ein ETF über 30 Jahre?

Das hängt von TER, Startkapital, Sparrate und Rendite ab. Am Beispiel von 10.000 € Start, 200 €/Monat und 7 % Bruttorendite über 30 Jahre kostet eine TER von 0,2 % rund 14.114 € entgangenen Gewinn, eine TER von 1,0 % dagegen rund 64.030 € - siehe Beispielrechnung oben für die genaue Aufschlüsselung.

Was ist der Unterschied zwischen Brutto- und Nettorendite?

Die Bruttorendite ist die Rendite des zugrunde liegenden Index bzw. der Anlage vor Abzug jeglicher Kosten. Die effektive (Netto-)Rendite ist die Bruttorendite abzüglich der laufenden ETF-Kosten (TER) - sie ist die Rendite, die tatsächlich bei dir als Anleger ankommt. Dieser Rechner zeigt beide Größen und macht ihren Unterschied über die Zeit sichtbar.

Welche Kosten haben ETFs?

Die wichtigste laufende Kostengröße ist die TER (Gesamtkostenquote). Hinzu kommen die Tracking Difference (Abweichung von der Index-Rendite), fondsinterne Transaktionskosten, sowie broker-abhängige Kosten wie Orderentgelte und ggf. eine Depotgebühr - siehe Kapitel 'TER vs. andere ETF-Kosten' oben für eine vollständige Übersicht.

Sind aktive Fonds teurer als ETFs?

In aller Regel ja: Aktiv gemanagte klassische Investmentfonds liegen mit ihrer TER häufig bei 1,0-2,0 % pro Jahr, während passive ETFs auf Standardindizes meist zwischen 0,03 % und 0,5 % kosten. Dieser Unterschied ist einer der Hauptgründe für die anhaltende Popularität von ETFs im langfristigen Vermögensaufbau.

Kann ein teurer ETF besser sein?

Theoretisch ja, wenn seine Tracking-Qualität deutlich besser ist oder er Zugang zu einem Markt bietet, den günstigere Alternativen nicht abdecken. In der Praxis unterscheiden sich etablierte Anbieter bei breit gestreuten Standardindizes aber nur wenig in der Tracking-Qualität - hier ist die TER meist das entscheidende, gut vergleichbare Kriterium. Siehe 'Sind günstige ETFs immer besser?' oben.

Was ist der Unterschied zwischen 'Kosten durch TER' und 'entgangenem Gewinn' im Rechner?

'Kosten durch TER' ist die Summe der tatsächlich vom Fondsvermögen abgezogenen Euro-Beträge - ein linearer Kostenposten. 'Entgangener Gewinn' ist der GESAMTE Vermögensunterschied zum kostenfreien Szenario und immer größer, weil bereits gezahlte Kosten in den Folgejahren nicht mehr mitverzinst werden können - das ist der Zinseszinseffekt der Kosten selbst.

Was ist ein Vergleichs-ETF im Rechner?

Der Rechner lässt dich zusätzlich zu 'deinem ETF' eine zweite, frei wählbare TER als 'Vergleichs-ETF' eingeben - standardmäßig 1,0 %, ein typischer Wert für aktiv gemanagte Fonds. So siehst du direkt nebeneinander, wie sich zwei konkrete Kostenquoten auf dasselbe Startkapital und dieselbe Sparrate auswirken.

Berücksichtigt der Rechner Steuern?

Nein, bewusst nicht - insbesondere die Vorabpauschale bei thesaurierenden ETFs ist fachlich komplex und unterliegt regelmäßigen Gesetzesänderungen. Eine vereinfachte, falsche Steuerberechnung würde eine Genauigkeit vortäuschen, die nicht existiert. Das tatsächliche Ergebnis nach Steuern liegt in der Praxis niedriger als die hier berechneten Werte.

Was ist eine Depotgebühr und wie wirkt sie sich aus?

Eine Depotgebühr ist eine vom Broker erhobene, meist feste jährliche Kosten für die Depotführung - unabhängig von der Kostenquote des ETFs selbst. Viele Broker bieten inzwischen kostenlose Depots an. Der Rechner bietet sie als optionale 'Erweiterte Option' an und zieht sie einmal jährlich direkt vom Depotwert ab, zusätzlich zur TER.

Wächst der Kostenunterschied wirklich überproportional mit der Zeit?

Ja - das ist eine direkte Folge des Zinseszinseffekts, nicht nur eine Beobachtung. Am Beispiel von 1,0 % TER (10.000 € Start, 200 €/Monat, 7 % Bruttorendite) wächst der Kostenschaden von 3.743,74 € nach 10 Jahren auf 64.030,41 € nach 30 Jahren - eine Verdreifachung der Laufzeit führt zu mehr als der 17-fachen Kostenwirkung, siehe Tabelle 'Warum kleine Unterschiede langfristig groß werden' oben.

Warum unterscheidet sich dieser Rechner vom ETF-Sparplan-Rechner?

Der ETF-Sparplan-Rechner beantwortet 'Wie wächst mein Vermögen mit einem ETF-Sparplan?' - mit TER als einer von mehreren Eingaben. Der ETF-Kostenrechner beantwortet gezielt 'Wie stark schmälern die Kosten allein meine Rendite?' - durch den direkten Vergleich von Szenarien ohne Kosten, mit deinen Kosten und mit einem Vergleichs-ETF, inklusive der Aufschlüsselung in direkte Kosten und entgangenen Zinseszins.

Ist ein ETF mit 0 % TER möglich?

In der Praxis sehr selten, aber nicht unmöglich - einzelne Anbieter haben zeitweise TER-freie ETFs als Marketingaktion angeboten. Der Rechner akzeptiert 0 % TER als validen Sonderfall und zeigt dann korrekt, dass 'mit Kosten' und 'ohne Kosten' identisch sind.

Die Ergebnisse dieses Rechners dienen ausschließlich der Information und Orientierung und stellen keine Finanz-, Anlage-, Steuer- oder Rechtsberatung dar. Sie ersetzen keine individuelle professionelle Beratung. Für zukünftige Entwicklungen (z. B. Renditen, Zinssätze oder Kurse) besteht keine Garantie - angenommene oder vergangene Werte sind kein verlässlicher Indikator für die Zukunft.