Renditerechner
Berechne die jährliche Rendite (CAGR) deiner Geldanlage aus Start- und Endkapital.
Gesamtgewinn
10.000 €
Gesamtrendite
100 %
Rendite p. a. (CAGR)
7,2 %
Reale Rendite p. a.
4,9 %
Das entspricht durchschnittlich 1.000 € pro Jahr bzw. 83 € pro Monat (lineare Durchschnittswerte, nicht zu verwechseln mit der Rendite p. a.).
Deine Rendite p. a. liegt bei 7,2 %. Das liegt auf Höhe oder über dem historischen MSCI-World-Durchschnitt (ca. 7 % p. a.).
Illustrativer Verlauf bei angenommener konstanter Rendite (CAGR) - der tatsächliche Verlauf einer echten Geldanlage schwankt in der Realität deutlich stärker.
Was ist Rendite?
Rendite beschreibt den Ertrag einer Geldanlage im Verhältnis zum eingesetzten Kapital, meist als Prozentsatz pro Jahr angegeben. Sie beantwortet die Frage: "Wie stark ist mein Geld gewachsen, gemessen an dem, was ich investiert habe?" Anders als der reine Gewinn (ein Euro-Betrag) macht die Rendite unterschiedlich große Investments und unterschiedlich lange Zeiträume miteinander vergleichbar.
Nominale und reale Rendite
Die nominale Rendite ist die Rendite, wie sie üblicherweise angegeben wird - ohne Berücksichtigung der Inflation. Die reale Rendite berücksichtigt zusätzlich den Kaufkraftverlust durch Inflation und zeigt, wie stark dein Vermögen tatsächlich an Kaufkraft gewonnen hat. Eine nominale Rendite von 3 % bei 2,2 % Inflation fühlt sich nach Wachstum an, bedeutet real aber nur einen sehr kleinen Kaufkraftgewinn - mehr dazu im Inflationsrechner.
Wie wird Rendite berechnet?
Für die Gesamtrendite über die gesamte Laufzeit gilt:
Gesamtrendite (%) = (Endkapital / Startkapital - 1) × 100
Diese Zahl allein sagt aber nichts darüber aus, wie schnell das Wachstum erfolgte - 100 % Rendite in 2 Jahren ist etwas völlig anderes als 100 % Rendite in 20 Jahren. Deshalb braucht es eine zweite, annualisierte Kennzahl: den CAGR.
CAGR erklärt
CAGR steht für Compound Annual Growth Rate - die jährliche Wachstumsrate mit Zinseszinseffekt, auch "Rendite p. a." genannt. Sie beantwortet die Frage: "Bei welcher konstanten jährlichen Rendite wäre mein Startkapital exakt zu meinem Endkapital gewachsen?"
CAGR (%) = [(Endkapital / Startkapital)^(1 / Laufzeit) - 1] × 100
Der CAGR ist der Standardwert, mit dem seriöse Finanzportale und Broker (u. a. Finanzfluss, extraETF, justETF) Investment-Performance vergleichbar machen - genau diese Formel verwendet auch dieser Rechner.
Warum CAGR aussagekräftiger ist
Die einfache Gesamtrendite behandelt jeden Zeitraum gleich, egal ob er 1 Jahr oder 30 Jahre dauerte. Der CAGR normalisiert das Ergebnis auf eine vergleichbare Jahresrate und berücksichtigt dabei den Zinseszinseffekt - genau wie beim Zinseszinsrechner, nur in umgekehrter Richtung angewendet: Statt aus einer Rate ein Endkapital zu berechnen, wird hier aus Start- und Endkapital die Rate zurückgerechnet. Nur der CAGR erlaubt einen fairen Vergleich zwischen zwei Anlagen mit unterschiedlicher Laufzeit oder unterschiedlichem Investment-Zeitraum.
Beispielrechnung
Angenommen, du hast vor 8 Jahren 10.000 € investiert und dein Depot ist heute 18.000 € wert:
- Gesamtgewinn: 8.000 €
- Gesamtrendite: 80 %
- Rendite p. a. (CAGR): rund 7,62 % - das ist die Zahl, mit der du diese Anlage fair mit anderen vergleichen kannst.
- Reale Rendite p. a. (bei 2,2 % Inflation): rund 5,31 %
Häufige Fehler
Gesamtrendite mit CAGR verwechseln. 80 % Gesamtrendite klingt nach mehr als 7,62 % Rendite p. a. - beide beschreiben aber dieselbe Anlage, nur auf unterschiedliche Weise ausgedrückt. Ohne Laufzeit-Angabe ist eine reine Prozentzahl kaum aussagekräftig.
Rendite mit durchschnittlichem Euro-Gewinn pro Jahr verwechseln. "1.000 € Gewinn pro Jahr" ist ein linearer Durchschnittswert in Euro, keine Rendite in Prozent - beide Kennzahlen zeigt dieser Rechner bewusst getrennt an, um Verwechslungen zu vermeiden.
Reale Rendite falsch berechnen. Viele vereinfachen "Reale Rendite = Nominale Rendite − Inflation" (z. B. 8 % − 2,2 % = 5,8 %). Das ist eine Näherung, keine korrekte Rechnung. Fachlich richtig ist die Fisher-Gleichung:
Reale Rendite = (1 + Nominale Rendite) / (1 + Inflation) - 1Im Beispiel ergibt das korrekt 5,68 % statt der ungenauen 5,8 % - bei niedrigen Raten ist der Unterschied klein, bei hoher Inflation oder hoher Rendite wird er spürbar größer. Dieser Rechner verwendet durchgängig die korrekte Fisher-Gleichung.
Vergleich verschiedener Anlageformen
Zur Einordnung, welche Renditen realistisch sind, hilft ein Blick auf gängige Anlageformen (grobe, historische Richtwerte, keine Garantie für die Zukunft):
| Anlageform | Typische Rendite p. a. |
|---|---|
| Sparbuch | ca. 0,3 % |
| Tagesgeld | ca. 2 % (Neukundenangebote teils höher) |
| Deutsche Inflation (30-Jahres-Schnitt) | ca. 2,2 % |
| MSCI World (historischer Langfrist-Schnitt, brutto) | ca. 7-8 % |
Sparbuch und Tagesgeld liegen historisch häufig unter der Inflation - das bedeutet einen negativen Realzins: Das Geld ist zwar nominal sicher, verliert aber real an Kaufkraft. Der historische MSCI-World-Schnitt liegt deutlich darüber, dafür mit spürbar höherem Risiko und Wertschwankungen - mehr dazu im ETF-Sparplan-Rechner.
Welche Rendite ist gut?
Es gibt keine allgemeingültige Antwort - "gut" hängt vom eingegangenen Risiko, der Anlageform und dem Vergleichszeitraum ab. Als grobe Orientierung: Eine Rendite p. a. oberhalb der Inflationsrate bedeutet realen Kaufkraftgewinn; eine Rendite p. a. im Bereich des historischen MSCI-World-Schnitts (ca. 7-8 %) gilt für breit gestreute Aktienanlagen langfristig als überdurchschnittlich gut, ist aber mit entsprechenden Kursschwankungen verbunden. Auffällig hohe, "garantierte" Renditen deutlich darüber sind in der Praxis oft ein Warnsignal.
Grenzen des Rechners
- Der Rechner benötigt nur Start- und Endkapital - er kennt nicht den tatsächlichen Verlauf dazwischen. Zwischenzeitliche Kursverluste oder -gewinne werden nicht erfasst, nur das Endergebnis zählt.
- Zusätzliche Ein- oder Auszahlungen während der Laufzeit (z. B. ein Sparplan) werden hier nicht berücksichtigt - dafür eignet sich der ETF-Sparplan-Rechner besser.
- Steuern und Transaktionskosten sind nicht enthalten - das tatsächliche Ergebnis nach Steuern liegt in der Praxis niedriger.
- Die "Rendite p. a." unterstellt einen konstanten jährlichen Zuwachs - reale Geldanlagen schwanken in Wirklichkeit deutlich stärker, auch wenn am Ende dieselbe durchschnittliche Rendite herauskommt.
Haftungshinweis
Dieser Rechner dient ausschließlich der allgemeinen Information und Orientierung. Er stellt keine Finanz-, Anlage- oder Steuerberatung dar. Vergangene Renditen - auch die hier als Vergleichswerte genannten historischen Durchschnitte - sind kein verlässlicher Indikator für zukünftige Wertentwicklungen.
Häufige Fragen
Was ist Rendite?
Rendite ist der Ertrag einer Geldanlage im Verhältnis zum eingesetzten Kapital, meist als Prozentsatz pro Jahr angegeben. Sie macht unterschiedlich große Investments und unterschiedlich lange Anlagezeiträume miteinander vergleichbar - anders als der reine Euro-Gewinn.
Wie berechnet man Rendite?
Die Gesamtrendite über den gesamten Zeitraum ergibt sich aus (Endkapital / Startkapital - 1) × 100. Für einen fairen Vergleich zwischen unterschiedlich langen Zeiträumen wird zusätzlich die jährliche Rendite (CAGR) berechnet: [(Endkapital / Startkapital)^(1 / Laufzeit) - 1] × 100.
Was ist CAGR?
CAGR steht für Compound Annual Growth Rate - die jährliche Wachstumsrate mit Zinseszinseffekt, auch 'Rendite p. a.' genannt. Sie zeigt, bei welcher konstanten jährlichen Rendite dein Startkapital exakt zu deinem Endkapital gewachsen wäre.
Was ist eine gute Rendite?
Das hängt vom eingegangenen Risiko ab. Als grobe Orientierung: Eine Rendite oberhalb der Inflationsrate bedeutet realen Kaufkraftgewinn. Der historische Langfrist-Schnitt breit gestreuter Aktienindizes wie des MSCI World liegt bei ca. 7-8 % p. a. - mit entsprechenden Kursschwankungen. Sehr hohe, angeblich garantierte Renditen sind oft ein Warnsignal.
Sind 8 % Rendite pro Jahr realistisch?
Für breit gestreute Aktien-ETFs wie auf den MSCI World liegt der historische Langfrist-Durchschnitt in dieser Größenordnung (teils auch darüber, je nach Betrachtungszeitraum). Das ist aber ein historischer Durchschnitt mit erheblichen jährlichen Schwankungen, keine garantierte künftige Rendite. Für risikoarme Anlagen wie Tagesgeld oder Sparbuch sind 8 % dagegen unrealistisch hoch.
Wie unterscheidet sich Gewinn von Rendite?
Der Gewinn ist ein absoluter Euro-Betrag (Endkapital minus Startkapital). Die Rendite setzt diesen Gewinn ins Verhältnis zum eingesetzten Kapital und macht ihn dadurch prozentual vergleichbar - 1.000 € Gewinn bedeuten bei 1.000 € Startkapital 100 % Rendite, bei 100.000 € Startkapital dagegen nur 1 %.
Warum ist CAGR wichtiger als die einfache Gesamtrendite?
Die Gesamtrendite behandelt jeden Zeitraum gleich, egal ob er 1 oder 30 Jahre dauerte - 100 % Rendite in 2 Jahren ist etwas völlig anderes als 100 % Rendite in 20 Jahren. Der CAGR normalisiert das Ergebnis auf eine vergleichbare Jahresrate und berücksichtigt dabei den Zinseszinseffekt, wodurch sich unterschiedlich lange Anlagen fair vergleichen lassen.
Was ist reale Rendite?
Die reale Rendite berücksichtigt zusätzlich zur nominalen (üblich angegebenen) Rendite den Kaufkraftverlust durch Inflation. Sie zeigt, wie stark dein Vermögen tatsächlich an Kaufkraft gewonnen hat - nicht nur nominal an Zahl auf dem Konto.
Wie wirkt sich Inflation auf meine Rendite aus?
Inflation mindert die reale Rendite. Bei 8 % nominaler Rendite und 2,2 % Inflation liegt die reale Rendite nach der korrekten Fisher-Gleichung bei rund 5,68 % - deutlich weniger als die nominale Zahl suggeriert. Liegt die nominale Rendite unter der Inflationsrate, ist die reale Rendite sogar negativ, obwohl der Kontostand gestiegen ist.
Was ist der Unterschied zwischen Gesamtrendite und Rendite p. a.?
Die Gesamtrendite bezieht sich auf den gesamten Anlagezeitraum (z. B. 80 % über 8 Jahre). Die Rendite p. a. (CAGR) rechnet das auf eine vergleichbare Jahresrate herunter (im Beispiel ca. 7,62 % pro Jahr). Für Vergleiche zwischen unterschiedlichen Anlagen oder Zeiträumen ist die Rendite p. a. die aussagekräftigere Kennzahl.
Kann die Rendite negativ sein?
Ja. Ist das Endkapital niedriger als das Startkapital, ergibt sich eine negative Rendite - ein Verlust. Bei einem Totalverlust (Endkapital 0 €) zeigt der Rechner konsequent -100 % Rendite an, unabhängig von der Laufzeit.
Warum ist 'Rendite minus Inflation' die falsche Formel für die reale Rendite?
Diese verbreitete Näherung ignoriert, dass sich beide Effekte multiplikativ statt additiv überlagern. Fachlich korrekt ist die Fisher-Gleichung: Reale Rendite = (1 + nominale Rendite) / (1 + Inflation) - 1. Bei niedrigen Raten ist der Unterschied klein, bei höherer Rendite oder Inflation wird er spürbar - dieser Rechner nutzt durchgängig die korrekte Formel.
Welche Rendite bringt der MSCI World langfristig?
Historisch liegt der Langfrist-Durchschnitt je nach Betrachtungszeitraum bei etwa 7-8 % pro Jahr (brutto, vor Kosten und Steuern). Das ist ein historischer Wert mit erheblichen jährlichen Schwankungen - keine Garantie für zukünftige Entwicklungen. Mehr dazu im ETF-Sparplan-Rechner.
Ist Tagesgeld oder Sparbuch eine gute Geldanlage?
Für kurzfristige Liquidität und den Notgroschen sind beide sinnvoll, da das Geld sicher und jederzeit verfügbar ist. Für den langfristigen Vermögensaufbau eignen sie sich aber meist schlecht: Die durchschnittlichen Zinsen liegen häufig unter der Inflationsrate, was einem negativen Realzins entspricht - das Ersparte verliert dann real an Kaufkraft, obwohl der Kontostand nominal wächst oder gleich bleibt.
Was ist der Unterschied zwischen diesem Rechner und dem ETF-Sparplan-Rechner?
Der Renditerechner ermittelt rückblickend die Rendite aus einem bekannten Start- und Endkapital (z. B. für ein bestehendes Depot). Der ETF-Sparplan-Rechner simuliert dagegen vorausschauend, wie sich ein Startkapital plus laufende monatliche Sparraten bei einer angenommenen Rendite über die Zeit entwickeln würden.
Wie lange dauert es, bis sich mein Geld verdoppelt?
Eine bekannte Faustregel ist die '72er-Regel': Teile 72 durch deine Rendite p. a. (CAGR) in Prozent, um die ungefähre Verdopplungszeit in Jahren zu erhalten. Bei 7,2 % Rendite p. a. dauert die Verdopplung demnach rund 10 Jahre. Das ist eine praktische Näherung, keine exakte Berechnung.
Ähnliche Tools
ETF-Sparplan-Rechner
Berechne, wie dein Vermögen mit einem ETF-Sparplan über die Jahre wächst.
Jetzt berechnen →Inflationsrechner
Berechne, wie stark Inflation die Kaufkraft deines Geldes über die Zeit verringert.
Jetzt berechnen →Sparziel-Rechner
Berechne, wie lange du bis zu deinem Sparziel brauchst oder wie viel du dafür monatlich sparen musst.
Jetzt berechnen →Zinseszinsrechner
Berechne, wie dein Kapital langfristig durch Zinsen wächst.
Jetzt berechnen →Die Ergebnisse dieses Rechners dienen ausschließlich der Information und Orientierung und stellen keine Finanz-, Anlage-, Steuer- oder Rechtsberatung dar. Sie ersetzen keine individuelle professionelle Beratung. Für zukünftige Entwicklungen (z. B. Renditen, Zinssätze oder Kurse) besteht keine Garantie - angenommene oder vergangene Werte sind kein verlässlicher Indikator für die Zukunft.