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Entnahmeplan-Rechner

Berechne, wie lange dein Vermögen bei regelmäßiger Entnahme reicht oder wie viel du monatlich entnehmen kannst.

Was möchtest du berechnen?
%

Laufzeit bis Vermögen aufgebraucht

33 Jahre, 8 Monate

Restvermögen

0 €

Gesamte Entnahmen

604.746 €

Zinserträge

304.746 €

Das entspricht einer effektiven Rendite von 4,8 % p. a. (nach 0.2 % ETF-Kosten) und einer durchschnittlichen Jahresentnahme von 18.000 €.

Kaufkraft der letzten Entnahme in heutigem Geld (bei 2.2 % Inflation p. a.): 721 € statt nominal 1.500 €.

Was ist ein Entnahmeplan-Rechner?

Ein Entnahmeplan-Rechner (auch Auszahlplan-Rechner genannt) beantwortet die Kernfrage der Auszahlphase: Wie lange reicht ein angespartes Vermögen, wenn regelmäßig Geld daraus entnommen wird - oder wie viel lässt sich monatlich entnehmen, ohne das Vermögen zu früh aufzubrauchen? Er ist damit das direkte Gegenstück zu den Ansparrechnern dieser Plattform: Während der Sparziel-Rechner und der ETF-Sparplan-Rechner die Ansparphase abbilden (Kapital wächst durch Sparrate und Zinseszins), simuliert der Entnahmeplan-Rechner die Auszahlphase danach - typischerweise im Ruhestand, als Sabbatical-Finanzierung oder für den Weg in die finanzielle Unabhängigkeit (FIRE).

Wie funktioniert die Berechnung?

Du wählst zunächst, was du berechnen möchtest:

  • Wie lange reicht mein Vermögen? Du gibst Startkapital, deine feste monatliche Entnahme und die erwartete Rendite ein - der Rechner ermittelt, nach wie vielen Monaten bzw. Jahren das Vermögen aufgebraucht ist.
  • Wie viel kann ich monatlich entnehmen? Du gibst stattdessen einen festen Zeitraum vor - der Rechner ermittelt die maximale konstante monatliche Entnahme, mit der das Vermögen exakt am Ende dieser Laufzeit auf 0 € fällt.

Beide Modi nutzen dieselbe zugrunde liegende Formel für die Auszahlphase, nur nach unterschiedlichen Variablen aufgelöst. In beiden Fällen gilt die Konvention: Jeden Monat wird zuerst die Rendite auf den bestehenden Kontostand gutgeschrieben, danach die Entnahme abgezogen.

Welche Formel steckt dahinter?

Die Kapitalentwicklung während der Entnahmephase folgt der Rekursion

Vermögen(Monat) = Vermögen(Vormonat) × (1 + i) − Entnahme

wobei i die monatliche Rendite ist (Jahresrendite ÷ 12, abzüglich etwaiger ETF-Kosten). Das ist mathematisch das Spiegelbild der Sparplan-Formel aus dem Sparziel-Rechner - dort wird die Sparrate addiert, hier die Entnahme subtrahiert.

Für "Wie lange reicht mein Vermögen?" lässt sich diese Formel exakt nach der Anzahl Monate n auflösen, ganz ohne Näherung oder Ausprobieren:

n = ln[Entnahme / (Entnahme − Startkapital × i)] / ln(1 + i)

Ein wichtiger Grenzfall dabei: Ist die monatliche Entnahme kleiner oder gleich dem, was die Rendite allein pro Monat erwirtschaftet (Entnahme ≤ Startkapital × i), wird das Vermögen nie aufgebraucht - es bleibt konstant oder wächst sogar trotz der Entnahme weiter. Der Rechner erkennt diesen Fall an der Formel selbst (kein Näherungswert nötig) und weist ihn klar aus, statt eine falsche, viel zu hohe Zeitangabe zu zeigen.

Für "Wie viel kann ich monatlich entnehmen?" wird dieselbe Formel nach der Entnahme aufgelöst - das ist die klassische, gut belegte Rentenbarwert-Formel (auch als Annuitätenformel bekannt, mathematisch identisch zur PMT-Formel für Kreditraten):

Entnahme = Startkapital × (1 + i)ⁿ × i / [(1 + i)ⁿ − 1]

Bei 0 % effektiver Rendite vereinfachen sich beide Formeln auf reine lineare Division (n = Startkapital / Entnahme bzw. Entnahme = Startkapital / n) - das ist kein Sonderfall "außerhalb" der Formel, sondern ihr exakter Grenzwert für i → 0.

Die 4%-Regel

Die bekannteste Faustregel für die Entnahmephase stammt aus der Trinity-Studie (1998), die historische US-Marktdaten von 1926 bis 1995 untersuchte: Wer im ersten Ruhestandsjahr 4 % seines Anfangsvermögens entnimmt und diesen Betrag danach jährlich an die Inflation anpasst, hatte über 30-Jahres-Zeiträume in den allermeisten historischen Szenarien genug Geld, ohne dass das Vermögen vorzeitig aufgebraucht wurde.

Am Beispiel eines Vermögens von 500.000 €: Die 4%-Regel entspricht einer Entnahme von 20.000 € im ersten Jahr, also rund 1.667 € monatlich (danach jährlich inflationsangepasst).

Wichtig für die Einordnung:

  • Die Studie betrachtete einen 30-Jahres-Horizont. Wer deutlich früher in den Ruhestand geht (z. B. mit 40 statt 65), muss sein Vermögen unter Umständen 50-60 Jahre tragen - hier sinkt die historische Erfolgsquote bei 4 % spürbar.
  • Für konservativere Planungen wird häufig eine niedrigere Entnahmerate von 3-3,5 % empfohlen, insbesondere bei sehr langen Zeithorizonten oder im Rahmen der FIRE-Bewegung (Financial Independence, Retire Early).
  • Die 4%-Regel ist eine historische Faustregel, keine Garantie - sie basiert auf vergangenen Marktdaten und setzt eine breit gestreute Aktien-/Anleihen-Anlage voraus. Dieser Rechner arbeitet stattdessen mit einer von dir frei wählbaren, konstanten Renditeannahme und einer exakten mathematischen Formel statt einer statistischen Erfolgsquote - beide Ansätze ergänzen sich: Die 4%-Regel liefert eine grobe Faustregel, dieser Rechner die konkrete Zahl für deine Annahmen.

Beispielrechnung

Angenommen, du hast 300.000 € Vermögen, erwartest 5 % Rendite p. a. und möchtest wissen, wie lange 1.200 € monatlich reichen - oder alternativ, wie viel du bei einer festen Laufzeit von 25 Jahren entnehmen kannst:

  • Modus "Wie lange reicht mein Vermögen?": Bei 1.200 € monatlich und 5 % Rendite wächst dein Zinsertrag (rund 1.250 €/Monat bei diesem Kapital) bereits über die Entnahme hinaus - dein Vermögen wird nie aufgebraucht.
  • Modus "Wie viel kann ich monatlich entnehmen?": Bei einer festen Laufzeit von 25 Jahren sind rund 1.754 € monatlich möglich, bis das Vermögen exakt am Ende der 25 Jahre aufgebraucht ist.

Einfluss der Rendite

Am Beispiel von 300.000 € Startkapital und 1.500 € monatlicher Entnahme:

Rendite p. a. Vermögen reicht für
0 % 16,7 Jahre
3 % 23,2 Jahre
5 % 35,9 Jahre
7 % unbegrenzt

Der Unterschied ist enorm: Bei 0 % Rendite ist das Kapital nach knapp 17 Jahren aufgebraucht, bei 7 % Rendite reicht dieselbe Entnahme dagegen theoretisch für immer, weil die Rendite die Entnahme vollständig deckt. Das zeigt, wie entscheidend eine realistische, aber nicht zu vorsichtige Renditeannahme für die Planung der Auszahlphase ist.

Einfluss der Entnahmehöhe

Am selben Beispiel, jetzt mit fester Rendite von 5 % p. a. (der monatliche Zinsertrag liegt hier bei rund 1.250 €):

Monatliche Entnahme Vermögen reicht für
1.000 € unbegrenzt (unter dem Zinsertrag)
1.250 € unbegrenzt (genau am Zinsertrag)
1.500 € 35,9 Jahre
2.000 € 19,7 Jahre

Solange die Entnahme unter dem, was die Rendite erwirtschaftet, bleibt, wächst das Vermögen sogar weiter. Erst wenn die Entnahme den Zinsertrag übersteigt, beginnt der eigentliche Kapitalverzehr - und dieser beschleunigt sich mit steigender Entnahme deutlich überproportional.

Einfluss der Laufzeit

Und umgekehrt, im Modus "Wie viel kann ich monatlich entnehmen?" (300.000 € Start, 5 % Rendite):

Gewünschte Laufzeit Mögliche monatliche Entnahme
15 Jahre 2.372,38 €/Monat
20 Jahre 1.979,87 €/Monat
25 Jahre 1.753,77 €/Monat
30 Jahre 1.610,46 €/Monat

Eine Verdopplung der gewünschten Laufzeit senkt die mögliche Entnahme nicht proportional, sondern deutlich unterproportional - weil bei längerer Laufzeit mehr Zinseszins zugunsten des Vermögens wirkt.

Sichere Entnahmestrategien

Neben der starren, konstanten Entnahme gibt es in der Praxis mehrere etablierte Strategien, um das Risiko eines vorzeitigen Kapitalverzehrs zu senken:

  • Kapitalerhalt statt Kapitalverzehr. Wer die Entnahme bewusst unter der erwarteten Rendite hält (siehe Tabelle oben), erhält sein Vermögen dauerhaft und vererbt es sogar weiter, statt es aufzubrauchen.
  • Cash-Puffer/Sicherheitsreserve. Viele Berater empfehlen, 1-2 Jahre an Entnahmen als separate Liquiditätsreserve vorzuhalten, statt bei fallenden Kursen zwangsläufig Anteile mit Verlust verkaufen zu müssen.
  • Dynamische statt starre Entnahme. Statt eines fixen Betrags wird die Entnahme an die tatsächliche Wertentwicklung des Depots angepasst - in guten Jahren wird mehr entnommen, in schlechten weniger.
  • Konservative Renditeannahme. Wer eher vorsichtig rechnet (siehe Renditerechner für historische Vergleichswerte), baut sich einen Sicherheitspuffer für Jahre mit schwacher Marktentwicklung direkt in die Planung ein.

Häufige Fehler

  • Die Rendite überschätzen. Wer von 6 % statt tatsächlich erzielten 4 % ausgeht, ist im Ergebnis mehrere Jahre früher am Ende seines Vermögens als geplant.
  • Inflation ignorieren. Eine konstante nominale Entnahme verliert über 20-30 Jahre spürbar an Kaufkraft - der Rechner zeigt dir deshalb zusätzlich, wie viel deine letzte Entnahme in heutigem Geld noch wert ist.
  • Keinen Puffer für schlechte Börsenjahre einplanen. Wer exakt am Limit plant, gerät bei einem Crash kurz nach Beginn der Entnahmephase besonders schnell in Schwierigkeiten (Sequence-of-Returns-Risiko).
  • Kosten vergessen. Laufende ETF-Kosten (TER) schmälern die effektive Rendite über lange Zeiträume spürbar - der Rechner berücksichtigt sie auf Wunsch direkt.

Grenzen des Rechners

  • Der Rechner unterstellt eine konstante Rendite über die gesamte Entnahmephase - reale Geldanlagen schwanken tatsächlich deutlich stärker, und die Reihenfolge guter/schlechter Jahre (Sequence-of-Returns- Risiko) beeinflusst das Ergebnis in der Praxis zusätzlich.
  • Die Entnahme wird als konstanter nominaler Betrag angenommen, nicht automatisch an die Inflation angepasst (die Kaufkraft-Anzeige zeigt diesen Effekt aber separat).
  • Steuern (z. B. Kapitalertragsteuer beim Verkauf von Fondsanteilen) sind nicht enthalten - das tatsächlich verfügbare Geld liegt in der Praxis niedriger.
  • Ist die Entnahme kleiner oder gleich dem, was die Rendite erwirtschaftet, wird das Vermögen rechnerisch nie aufgebraucht - der Rechner zeigt das dann explizit aus, statt eine falsche, endliche Zeitangabe zu liefern.

Zusammenfassung

Der Entnahmeplan-Rechner beantwortet die zwei zentralen Fragen der Auszahlphase - "wie lange reicht mein Geld?" und "wie viel kann ich monatlich entnehmen?" - mit einer mathematisch exakten Formel, die exakt das Spiegelbild der Sparplan-Formel aus dem Sparziel-Rechner ist. Er macht sichtbar, dass die 4%-Regel eine grobe, historisch begründete Faustregel ist, während dieser Rechner dir die konkrete Zahl für deine eigenen Annahmen zu Vermögen, Rendite und gewünschter Entnahme liefert - inklusive des oft unterschätzten Falls, dass ein Vermögen bei niedriger Entnahme sogar trotz laufender Auszahlungen weiterwächst.

Häufige Fragen

Wie lange reicht mein Vermögen bei regelmäßiger Entnahme?

Das hängt von deinem Startkapital, deiner monatlichen Entnahme und der erwarteten Rendite ab. Trage diese drei Werte im Modus 'Wie lange reicht mein Vermögen?' ein - der Rechner ermittelt daraus exakt, wie viele Monate bzw. Jahre dein Kapital bei diesen Annahmen reicht.

Wie viel kann ich monatlich aus meinem Vermögen entnehmen?

Wechsle in den Modus 'Wie viel kann ich monatlich entnehmen?', gib dein Startkapital, die erwartete Rendite und deine gewünschte Laufzeit ein - der Rechner berechnet die maximale konstante monatliche Entnahme, mit der dein Vermögen exakt am Ende dieser Laufzeit aufgebraucht ist.

Was ist die 4%-Regel?

Die 4%-Regel besagt, dass du im ersten Ruhestandsjahr 4 % deines Anfangsvermögens entnehmen und diesen Betrag danach jährlich an die Inflation anpassen kannst, ohne dein Vermögen über einen 30-Jahres-Zeitraum vorzeitig aufzubrauchen. Sie basiert auf der historischen Trinity-Studie (1998) und ist eine Faustregel, keine Garantie - siehe Kapitel 'Die 4%-Regel' oben.

Ist die 4%-Regel heute noch zuverlässig?

Sie gilt für 30-Jahres-Horizonte relativ zuverlässig, basiert aber auf historischen US-Marktdaten. Für längere Ruhestandsphasen (z. B. bei sehr frühem Ausstieg im Rahmen von FIRE) sinkt die historische Erfolgsquote spürbar - viele Experten empfehlen dann konservativere Raten von 3 bis 3,5 %.

Was passiert, wenn meine Entnahme kleiner ist als der Zinsertrag?

Dann wird dein Vermögen nie aufgebraucht - es bleibt konstant oder wächst sogar trotz der laufenden Entnahme weiter, weil die Rendite mehr erwirtschaftet, als du entnimmst. Der Rechner erkennt diesen Fall mathematisch exakt und zeigt ihn klar als 'unbegrenzt' an, statt eine falsche Zeitangabe zu berechnen.

Wie wird die Entnahmeplan-Formel berechnet?

Mit der Rekursion Vermögen(Monat) = Vermögen(Vormonat) × (1 + i) − Entnahme, wobei i die monatliche Rendite ist. Je nachdem, ob die Laufzeit oder die Entnahmehöhe unbekannt ist, wird diese Formel entweder logarithmisch nach der Zeit oder als Rentenbarwert-Formel nach der Entnahme aufgelöst - beides geschlossen, ohne Näherung oder Ausprobieren.

Ist die Berechnung mit Zinseszins oder ohne?

Mit Zinseszins - jeden Monat wird zuerst die Rendite auf den bestehenden Kontostand gutgeschrieben, danach die Entnahme abgezogen (dieselbe Konvention wie bei allen anderen Rechnern dieser Plattform). Ohne Zinseszinseffekt würde das Vermögen deutlich schneller aufgebraucht bzw. die mögliche Entnahme deutlich niedriger ausfallen.

Werden Inflation und ETF-Kosten berücksichtigt?

Beide sind optional über 'Erweiterte Optionen' aktivierbar. Die ETF-Kostenquote (TER) reduziert die effektive Rendite direkt in der Berechnung. Die Inflation fließt nicht in die Höhe der Entnahme selbst ein, wird aber separat als Kaufkraft der letzten Entnahme in heutigem Geld ausgewiesen.

Warum wird die Entnahme im Rechner nicht automatisch an die Inflation angepasst?

Damit die Formel für beide Modi geschlossen (ohne Näherung) lösbar bleibt und beide Modi symmetrisch funktionieren, rechnet der Rechner mit einer konstanten nominalen Entnahme. Die Kaufkraft-Anzeige macht den Effekt der Inflation trotzdem sichtbar: Sie zeigt, wie viel deine letzte Entnahme in heutigem Geld noch wert ist.

Was ist der Unterschied zum Sparziel-Rechner?

Der Sparziel-Rechner bildet die Ansparphase ab: Kapital wächst durch eine monatliche Sparrate. Der Entnahmeplan-Rechner bildet das Gegenteil ab, die Auszahlphase: Kapital schrumpft (oder wächst trotzdem, je nach Verhältnis von Rendite und Entnahme) durch eine monatliche Entnahme. Beide nutzen mathematisch spiegelbildliche Formeln.

Kann mein Vermögen trotz Entnahme wachsen?

Ja, und zwar immer dann, wenn deine monatliche Entnahme kleiner ist als das, was die Rendite in diesem Monat auf dein Restvermögen erwirtschaftet. In diesem Fall zeigt der Rechner im Modus 'Wie lange reicht mein Vermögen?' die Meldung 'Unbegrenzt' und stellt die Entwicklung über einen illustrativen Zeitraum von 50 Jahren dar.

Was bedeutet Kapitalverzehr?

Kapitalverzehr bezeichnet eine Entnahmestrategie, bei der das Vermögen bewusst über die Zeit aufgebraucht wird (Restvermögen am Ende nahe 0 €) - im Gegensatz zum Kapitalerhalt, bei dem die Entnahme unter der Rendite bleibt und das Vermögen erhalten bleibt oder weiterwächst. Beide Strategien lassen sich mit diesem Rechner abbilden.

Welche Rendite sollte ich für meinen Entnahmeplan realistisch annehmen?

Für die Auszahlphase wird oft konservativer gerechnet als in der Ansparphase, da ein Verlustjahr kurz nach Beginn der Entnahme besonders schädlich wirkt (Sequence-of-Returns-Risiko). Viele orientieren sich an 3-5 % p. a. für ein gemischtes Portfolio - siehe Renditerechner für historische Vergleichswerte verschiedener Anlageformen.

Was zeigt das Diagramm im Entnahmeplan-Rechner?

Drei Linien über die Zeit: das verbleibende Vermögen, die kumulierten Entnahmen und die kumulierten Zinserträge. Anders als beim gestapelten Diagramm des Sparziel-Rechners sind diese drei Werte hier nicht additiv gestapelt, sondern einzeln überlagert dargestellt, weil sie keinen gemeinsamen Gesamtwert ergeben.

Was ist eine Sicherheitsreserve bei einem Entnahmeplan?

Eine Sicherheitsreserve (Cash-Puffer) ist ein separat gehaltener Betrag, meist in Höhe von 1-2 Jahresentnahmen, der bei fallenden Kursen genutzt wird, statt Fondsanteile mit Verlust verkaufen zu müssen. Sie ist keine direkte Eingabe dieses Rechners, wird aber im Kapitel 'Sichere Entnahmestrategien' ausführlich erklärt.

Kann die berechnete Entnahme 0 € betragen?

Ja - wenn das Startkapital 0 € beträgt, ist naturgemäß auch keine Entnahme möglich, und der Rechner zeigt 0 € an. Eine 'negative Entnahme' gibt es dabei nicht als Ergebnis - rechnerisch mögliche negative Werte (nur bei extremen Verlustszenarien über sehr lange Zeiträume denkbar) werden auf 0 € geklammert.

Wie wirkt sich eine höhere Rendite auf die Laufzeit meines Entnahmeplans aus?

Deutlich stärker als bei der Sparphase: Schon wenige Prozentpunkte mehr Rendite können den Unterschied zwischen 'Vermögen reicht 20 Jahre' und 'Vermögen wird nie aufgebraucht' ausmachen, weil sich der Effekt über die gesamte, oft jahrzehntelange Entnahmephase kumuliert (siehe Tabelle 'Einfluss der Rendite' oben).

Die Ergebnisse dieses Rechners dienen ausschließlich der Information und Orientierung und stellen keine Finanz-, Anlage-, Steuer- oder Rechtsberatung dar. Sie ersetzen keine individuelle professionelle Beratung. Für zukünftige Entwicklungen (z. B. Renditen, Zinssätze oder Kurse) besteht keine Garantie - angenommene oder vergangene Werte sind kein verlässlicher Indikator für die Zukunft.