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Sparplan

Definition

Ein Sparplan ist die regelmäßige, automatisierte Anlage eines festen Betrags - typischerweise monatlich - in ein Anlageprodukt wie einen ETF, Fonds oder ein Sparkonto. Er macht Vermögensaufbau planbar und nutzt Kursschwankungen durch den Durchschnittskosteneffekt.

Auch bekannt als: Sparpläne, ETF-Sparplan, ETF-Sparpläne, Wertpapiersparplan

Wie ein Sparplan funktioniert

Bei einem Sparplan wird in festem Rhythmus - meist monatlich - automatisch ein gleichbleibender Betrag investiert. Bei ETF-Sparplänen kauft der Broker dafür Fondsanteile, auch Bruchstücke; bei Banksparplänen fließt der Betrag auf ein verzinstes Konto. Einmal eingerichtet, läuft der Vermögensaufbau ohne weiteres Zutun: kein Abwarten des "richtigen" Zeitpunkts, keine monatliche Entscheidung, keine vergessenen Einzahlungen.

Viele Broker bieten ETF-Sparpläne bereits ab 1 € bis 25 € Monatsrate an, oft ohne Ordergebühren. Rate, Rhythmus und Produkt lassen sich jederzeit ändern oder pausieren - ein Sparplan ist keine vertragliche Bindung wie ein Bausparvertrag.

Der Durchschnittskosteneffekt

Weil immer derselbe Betrag investiert wird, kauft ein Sparplan bei niedrigen Kursen automatisch mehr Anteile und bei hohen Kursen weniger. Über die Zeit ergibt sich ein durchschnittlicher Einstiegskurs - der sogenannte Durchschnittskosteneffekt (Cost-Average-Effekt). Er ist kein Rendite-Wundermittel, nimmt aber das Timing-Risiko aus der Entscheidung und macht Kursschwankungen für Sparer sogar nützlich statt bedrohlich.

Sparplan und Zinseszins: das Duo für den Vermögensaufbau

Die eigentliche Kraft entfaltet ein Sparplan über lange Laufzeiten, wenn der Zinseszinseffekt greift: Erträge werden reinvestiert und erwirtschaften selbst wieder Erträge. Ein Beispiel: 150 € monatlich bei durchschnittlich 6 % Rendite ergeben nach 10 Jahren rund 24.600 € (eingezahlt: 18.000 €), nach 30 Jahren aber etwa 150.700 € - bei nur 54.000 € Einzahlungen. Mehr als die Hälfte des Endvermögens stammt dann aus Erträgen, nicht aus eigenen Raten.

Worauf du bei einem ETF-Sparplan achten solltest

  • Breite Streuung: Ein global diversifizierter Aktien-ETF als Basis - die Diversifikation über viele Länder und Branchen senkt das Risiko einzelner Ausfälle.
  • Niedrige Kosten: Gesamtkostenquote des Fonds und Ausführungsgebühren des Brokers vergleichen - Kosten wirken über Jahrzehnte massiv aufs Endvermögen.
  • Langer Horizont: Aktien-Sparpläne brauchen Zeit, um Schwankungen auszugleichen - als Faustregel mindestens 10 bis 15 Jahre.
  • Reserve zuerst: Vor dem Investieren einen Notgroschen aufbauen, damit der Sparplan in Notfällen nicht zum ungünstigsten Zeitpunkt aufgelöst werden muss.

Wichtige Hinweise

  • Die Rendite eines ETF-Sparplans ist nicht garantiert; auch nach Jahren des Sparens sind zwischenzeitliche Verluste möglich.
  • Auf Erträge fällt in der Regel Abgeltungsteuer an; der Sparerpauschbetrag stellt einen Teil steuerfrei.
  • Erhöhe die Rate mit steigendem Einkommen - kleine Anpassungen haben über lange Laufzeiten große Wirkung.

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