Grundlagen
Rendite
Definition
Die Rendite ist der Ertrag einer Geldanlage im Verhältnis zum eingesetzten Kapital, üblicherweise in Prozent pro Jahr. Sie umfasst je nach Anlage Kursgewinne, Zinsen, Dividenden oder Ausschüttungen.
Auch bekannt als: Renditen, Jahresrendite
Was die Rendite aussagt
Die Rendite beantwortet die zentrale Frage jeder Geldanlage: Wie viel hat mein eingesetztes Kapital in einem bestimmten Zeitraum erwirtschaftet? Sie wird in Prozent angegeben und macht dadurch völlig unterschiedliche Anlagen vergleichbar - ein Tagesgeldkonto mit 3 % lässt sich direkt einem ETF mit durchschnittlich 7 % pro Jahr gegenüberstellen.
Je nach Anlageform setzt sich die Rendite aus unterschiedlichen Quellen zusammen: Zinsen bei Tagesgeld und Anleihen, Kursgewinne und Dividenden bei Aktien, Ausschüttungen und Wertsteigerung bei Immobilien.
So wird die Rendite berechnet
Die einfache Rendite für einen Zeitraum ergibt sich aus:
Rendite = (Endwert − Anfangswert) ÷ Anfangswert
Wer 10.000 € anlegt und nach einem Jahr 10.700 € besitzt, hat 7 % Rendite erzielt. Über mehrere Jahre ist die durchschnittliche jährliche Rendite (auch: annualisierte Rendite) aussagekräftiger - sie berücksichtigt den Zinseszins und lässt sich nicht einfach durch Teilen der Gesamtrendite durch die Jahre ermitteln. Aus +50 % über 5 Jahre werden nicht 10 % pro Jahr, sondern rund 8,4 %.
Nominale und reale Rendite
Die nominale Rendite ist der Wertzuwachs auf dem Papier. Entscheidend für den tatsächlichen Vermögensaufbau ist aber die reale Rendite - also das, was nach Abzug der Inflation übrig bleibt. Bei 7 % nominaler Rendite und 2 % Inflation wächst die Kaufkraft nur um etwa 5 % pro Jahr. In Phasen hoher Inflation kann eine scheinbar solide nominale Rendite real sogar negativ sein.
Auch Kosten und Steuern schmälern das Ergebnis: Die Gesamtkostenquote eines Fonds geht direkt von der Rendite ab, und auf Gewinne fällt in Deutschland in der Regel Abgeltungsteuer an - der Sparerpauschbetrag bleibt dabei steuerfrei.
Rendite und Risiko gehören zusammen
Eine höhere erwartete Rendite gibt es an den Kapitalmärkten nicht geschenkt - sie ist die Entschädigung für höheres Risiko, sichtbar etwa in der Volatilität einer Anlage. Aktien schwanken stärker als Anleihen, liefern dafür langfristig im Durchschnitt höhere Erträge. Wer mit historischen Durchschnittsrenditen plant, sollte wissen: Einzelne Jahre weichen davon erheblich ab, und vergangene Renditen sind keine Garantie für die Zukunft.
Wichtige Hinweise
- Vergleiche Renditen immer über denselben Zeitraum und nach Kosten - Bruttorenditen zweier Produkte sagen wenig aus.
- Werbeangaben nennen oft die beste historische Periode; entscheidend ist die langfristige, annualisierte Rendite.
- Prognostizierte Renditen sind Annahmen, keine Zusagen - plane konservativ.
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Zinseszins
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Begriff verstehen →Volatilität
Das Maß für die Schwankungsintensität eines Kurses oder einer Geldanlage.
Begriff verstehen →TER (Gesamtkostenquote)
Die jährlichen laufenden Kosten eines Fonds in Prozent des Fondsvermögens.
Begriff verstehen →Inflation
Der allgemeine Anstieg des Preisniveaus, durch den Geld an Kaufkraft verliert.
Begriff verstehen →Abgeltungsteuer
Die pauschale Steuer von 25 % auf Kapitalerträge wie Zinsen, Dividenden und Kursgewinne.
Begriff verstehen →Diversifikation
Die Streuung des Vermögens über viele Anlagen, um das Risiko einzelner Ausfälle zu senken.
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