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Geldanlage & Börse

Broker

Definition

Ein Broker ist ein Finanzdienstleister, der Wertpapieraufträge von Anlegern an die Börse weiterleitet und das Depot führt. Privatanleger können nur über einen Broker oder eine Bank handeln; die Kosten reichen von gebührenfreien Neobrokern bis zu klassischen Filialbanken.

Auch bekannt als: Online-Broker, Neobroker

Wozu du einen Broker brauchst

An der Börse handeln nur zugelassene Teilnehmer - als Privatperson brauchst du deshalb einen Vermittler: den Broker. Er nimmt deine Order entgegen, leitet sie an einen Handelsplatz weiter, wickelt Kauf und Verkauf ab und verwahrt die Wertpapiere in deinem Depot. Dasselbe leisten auch klassische Banken; "Broker" meint heute meist die spezialisierten, günstigen Online-Anbieter.

Die Preisspannen sind enorm: Neobroker bieten Orders und ETF-Sparpläne oft für 0-1 €, verdienen dafür an Rückvergütungen der Handelsplätze. Etablierte Online-Broker verlangen typischerweise 5-10 € pro Order und bieten mehr Handelsplätze und Service. Filialbanken liegen oft bei 25-50 € pro Order plus Depotgebühren - für Selbstentscheider selten gerechtfertigt.

Ein Praxisbeispiel

Ein ETF-Sparplan über 200 € monatlich, 20 Jahre lang: Beim Neobroker mit kostenloser Sparplanausführung fallen 0 € Ordergebühren an. Bei einer Bank mit 1,5 % Ausführungsgebühr sind es 3 € pro Monat - über 20 Jahre 720 € plus die entgangenen Erträge darauf, zusammen gut 1.300 €. Die Wahl des Brokers ist damit eine der wenigen Renditestellschrauben, die sicher wirken - wie alle Kosten.

Typische Fehler und Missverständnisse

  • Sicherheit falsch einschätzen: Deine Wertpapiere liegen als Sondervermögen getrennt vom Broker-Vermögen - eine Broker-Pleite kostet dich nicht die Anlagen, nur eventuell Zeit beim Übertrag.
  • Nur auf "0 € Gebühren" schauen: Kostenlose Orders können durch schlechtere Ausführungskurse (Spread) teilweise kompensiert werden - bei kleinen Sparraten trotzdem meist die günstigste Wahl.
  • App-Komfort mit Handelsdrang verwechseln: Neobroker machen Handeln so einfach, dass viele zu oft handeln - der größte Kostenfaktor ist am Ende das eigene Verhalten.
  • Depotwechsel scheuen: Der Übertrag von Wertpapieren zu einem günstigeren Anbieter ist in Deutschland kostenlos und der Broker hilft dabei.

Wichtige Hinweise

  • Auf deutsche Steuer-Abwicklung achten: Inländische Broker führen die Abgeltungsteuer automatisch ab, bei ausländischen musst du selbst per Steuererklärung ran.
  • Einlagen auf dem Verrechnungskonto fallen unter die Einlagensicherung der Partnerbank.

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