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Grundlagen

Girokonto

Definition

Das Girokonto ist das zentrale Konto für den täglichen Zahlungsverkehr - Gehaltseingang, Überweisungen, Daueraufträge, Lastschriften und Kartenzahlungen. Es dient der Liquidität, nicht dem Sparen: Guthaben wird meist nicht oder kaum verzinst.

Auch bekannt als: Girokonten, Gehaltskonto

Wozu das Girokonto dient

Das Girokonto ist die Drehscheibe deiner Finanzen: Hier geht das Gehalt ein, hier werden Miete, Strom und Versicherungen abgebucht, von hier zahlst du mit Karte oder Smartphone. Ohne Girokonto ist die Teilnahme am modernen Wirtschaftsleben kaum möglich - deshalb hat in Deutschland jeder Anspruch auf ein Basiskonto.

Wichtig ist die Rollenverteilung: Das Girokonto sorgt für Liquidität im Alltag, es ist kein Ort zum Sparen. Guthaben wird meist gar nicht verzinst und verliert durch die Inflation laufend an Kaufkraft. Was über den monatlichen Bedarf hinausgeht, gehört auf ein Tagesgeldkonto oder in die langfristige Geldanlage.

Ein Praxisbeispiel

Auf einem Girokonto sammeln sich über zwei Jahre 12.000 € an, "weil man nie dazu kam, etwas damit zu machen". Bei 2 % Inflation kostet das rund 480 € Kaufkraft - und bei 2,5 % Tagesgeldzins zusätzlich rund 600 € entgangene Zinsen. Eine sinnvolle Struktur: Auf dem Girokonto bleibt etwa ein Monatsbedarf als Puffer, der Notgroschen liegt auf dem Tagesgeld, der Rest wird gemäß den eigenen Zielen angelegt.

Typische Fehler und Missverständnisse

  • Dauerhaft im Dispo: Der Dispokredit ist mit oft 8-12 % Zinsen eine der teuersten Kreditformen - er ist für Engpässe von Tagen gedacht, nicht für Monate.
  • Kontoführungsgebühren ignorieren: Zwischen kostenlosen Konten und solchen mit 10 € Monatsgebühr liegen 120 € pro Jahr - für dieselbe Leistung.
  • Zu viel Geld herumliegen lassen: Alles über dem Monatspuffer arbeitet auf dem Girokonto gegen dich statt für dich.
  • Gemeinsame Finanzen ohne Struktur: Für Paare bewährt sich oft ein Drei-Konten-Modell (zwei eigene plus ein gemeinsames Haushaltskonto) mit klarem Budget.

Wichtige Hinweise

  • Guthaben auf dem Girokonto fällt unter die gesetzliche Einlagensicherung bis 100.000 € pro Person und Bank.
  • Beim Kontowechsel sind Banken gesetzlich verpflichtet, beim Umzug von Lastschriften und Daueraufträgen zu helfen (Kontowechselhilfe).

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