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Notgroschen-Rechner

Berechne deinen empfohlenen Notgroschen, den noch fehlenden Betrag und wie lange du bis zu deiner finanziellen Reserve brauchst.

Empfohlener Notgroschen

6.000 €

Noch fehlender Betrag

5.000 €

Fortschritt

16,7 %

Benötigte Sparzeit

2 Jahre, 1 Monat

Bis dahin zahlst du insgesamt 6.000 € ein (inklusive deines bereits vorhandenen Notgroschens).

Was ist ein Notgroschen?

Ein Notgroschen (auch Notfallreserve, Liquiditätsreserve oder Notfallfonds genannt) ist ein separat gehaltener Geldbetrag, der ausschließlich für unerwartete Ausgaben oder einen plötzlichen Einkommensausfall vorgesehen ist - etwa eine defekte Waschmaschine, eine ungeplante Autoreparatur, eine hohe Nachzahlung oder eine vorübergehende Arbeitslosigkeit. Er ist bewusst kein Investment: Seine Aufgabe ist nicht, Rendite zu erwirtschaften, sondern im Ernstfall sofort verfügbar zu sein, ohne dass du dafür Kredite aufnehmen oder Wertpapiere zu einem ungünstigen Zeitpunkt verkaufen musst.

Warum braucht man einen Notgroschen?

Ohne finanzielle Reserve führt jede unerwartete Ausgabe zu einer von zwei unangenehmen Optionen: Konsumkredit aufnehmen (siehe Kreditrechner für die Kosten davon) oder Wertpapiere notgedrungen verkaufen - im schlechtesten Fall genau dann, wenn die Kurse gerade gefallen sind. Ein Notgroschen entkoppelt kurzfristige Notfälle von deiner langfristigen Finanzplanung: Er ist der Grund, warum ein Rückschlag nicht automatisch zu einer Schuldenspirale oder einem erzwungenen Verlustverkauf wird.

Wie hoch sollte ein Notgroschen sein?

Die gängigste, von seriösen deutschen und internationalen Finanzportalen (u. a. Finanztip, Finanzfluss, MoneyHelper) empfohlene Faustregel orientiert sich an deinen monatlichen Ausgaben, nicht an deinem Gehalt: Denn im Ernstfall (z. B. Jobverlust) musst du deine Ausgaben decken, nicht dein bisheriges Einkommen ersetzen. Dieser Rechner nutzt deshalb bewusst deine monatlichen Ausgaben als Grundlage - siehe auch "Reichen 3 Monatsgehälter?" in den FAQ.

Die 3-, 6-, 9- oder 12-Monats-Regel

Sicherheitsmonate Für wen sinnvoll
3 Monate Stabiles Angestelltenverhältnis, unbefristeter Vertrag, zweites Einkommen im Haushalt vorhanden
6 Monate Der am häufigsten empfohlene Standardwert - solide Absicherung für die meisten Haushalte
9 Monate Selbstständige, Freiberufler, schwankendes Einkommen, alleinverdienender Haushalt
12 Monate Sehr unsichere Berufssituation, hohe fixe Verpflichtungen, keine anderweitige Absicherung

Wann reichen 3 Monate?

3 Monate gelten als solides Minimum, wenn dein Einkommen sehr stabil ist (z. B. unbefristete Festanstellung im öffentlichen Dienst) und im Haushalt ein zweites Einkommen vorhanden ist, das im Notfall einspringen könnte.

Wann sind 6 Monate sinnvoll?

6 Monate sind der von den meisten Beratern empfohlene Standardwert - er bietet spürbar mehr Sicherheit als 3 Monate, ohne unnötig viel Kapital unproduktiv als Bargeldreserve zu binden. Für die meisten Angestellten mit normaler Kündigungsfrist und Arbeitslosengeld-Anspruch ist das ein guter Ausgangspunkt.

Wann sollte der Notgroschen größer sein (9-12 Monate)?

Eine größere Reserve ist sinnvoll bei: selbstständiger oder freiberuflicher Tätigkeit, stark schwankendem Einkommen, alleinigem Haupteinkommen im Haushalt (keine zweite Einkommensquelle), befristeten Verträgen oder in Branchen mit hohem Arbeitsplatzrisiko.

Wo sollte man den Notgroschen aufbewahren?

Der Notgroschen muss zwei Eigenschaften erfüllen: jederzeit verfügbar und wertstabil (kein Kursrisiko). Das schließt Aktien, ETFs und andere schwankende Anlageformen für diesen Teil deines Vermögens aus - dafür gibt es den ETF-Sparplan-Rechner für dein darüber hinausgehendes Vermögen.

Tagesgeld oder Girokonto?

  • Tagesgeldkonto - in der Regel die beste Wahl: täglich verfügbar, getrennt vom Girokonto (kein versehentliches Ausgeben), und meist mit etwas Zinsertrag (auch wenn dieser den Notgroschen nicht "erwirtschaften" soll, sondern nur seine reale Kaufkraft etwas erhält).
  • Girokonto - sofort verfügbar, aber ohne Trennung vom laufenden Zahlungsverkehr steigt das Risiko, den Notgroschen ungeplant für Alltagsausgaben "anzuknabbern".
  • Festgeld - ungeeignet für den klassischen Notgroschen, da das Geld für eine feste Laufzeit gebunden ist und im akuten Notfall nicht sofort verfügbar wäre.

Inflation und Kaufkraft

Auch ein Notgroschen verliert real an Kaufkraft, wenn die Guthabenzinsen unter der Inflationsrate liegen - siehe Inflationsrechner für die genaue Berechnung dieses Effekts. Das ist trotzdem kein Grund, den Notgroschen zu investieren: Sein Zweck ist Verfügbarkeit im Notfall, nicht Werterhalt in Prozent genau. Ein realer Kaufkraftverlust von 1-2 Prozentpunkten pro Jahr ist der bewusst in Kauf genommene "Preis" für sofortige Verfügbarkeit ohne Kursrisiko.

Notgroschen vs. Investieren - wann zuerst was?

Die in der Finanzplanung breit anerkannte Reihenfolge:

  1. Zuerst: Notgroschen aufbauen (3-6 Monatsausgaben, siehe oben).
  2. Danach: bestehende teure Schulden abbauen (z. B. Dispokredit, Konsumentenkredit mit hohem Zins - siehe Kreditrechner).
  3. Erst danach: langfristig investieren, z. B. über einen ETF-Sparplan oder klassischen Zinseszins-Sparplan.

Der Grund: Ohne Notgroschen bist du gezwungen, im Notfall Investments zu einem ungünstigen Zeitpunkt zu verkaufen - der Notgroschen schützt damit indirekt auch deine langfristige Anlagestrategie vor erzwungenen, schlecht getimten Verkäufen.

Wann zuerst ETF, wann Notgroschen?

Eine einfache Entscheidungshilfe: Solange dein Notgroschen nicht mindestens 3 Monatsausgaben erreicht, sollte neues Kapital zuerst dorthin fließen - nicht in ein Investment. Ist der Notgroschen vollständig aufgebaut, sollte überschüssiges Kapital stattdessen investiert werden (siehe ETF-Sparplan-Rechner), da Bargeld über den Notgroschen hinaus real an Kaufkraft verliert, ohne einen Sicherheitsvorteil zu bieten.

Beispielrechnung

Angenommen, deine monatlichen Ausgaben betragen 2.000 €, du hast bereits 1.000 € zurückgelegt und sparst monatlich 200 €, bei der Standard-Empfehlung von 3 Monatsausgaben:

  • Empfohlener Notgroschen: 2.000 € × 3 = 6.000 €
  • Noch fehlender Betrag: 6.000 € − 1.000 € = 5.000 €
  • Fortschritt: 1.000 € / 6.000 € = 16,7 %
  • Benötigte Sparzeit: 5.000 € / 200 € = 25 Monate (ca. 2 Jahre, 1 Monat)

Wählst du stattdessen die vorsichtigere 6-Monats-Regel, verdoppelt sich der Zielbetrag auf 12.000 € und die benötigte Sparzeit auf 55 Monate - die Wahl des Sicherheitsfaktors hat also einen sehr großen Einfluss auf die Zielgröße.

Typische Fehler

  • Das Gehalt statt der Ausgaben als Grundlage nehmen. Im Ernstfall musst du deine Ausgaben decken, nicht dein bisheriges Einkommen ersetzen - wer mehr spart als ausgibt, würde sonst einen unnötig großen Notgroschen ansetzen.
  • Den Notgroschen investieren, um Rendite "nicht zu verschenken" - das widerspricht seinem eigentlichen Zweck (sofortige, kursrisikofreie Verfügbarkeit) und kann im Notfall zum erzwungenen Verlustverkauf führen.
  • Den Notgroschen auf dem Girokonto "verstecken", ohne ihn organisatorisch vom laufenden Zahlungsverkehr zu trennen - das erhöht das Risiko, ihn ungeplant aufzubrauchen.
  • Nach Erreichen des Ziels weiter unbegrenzt ansparen, statt überschüssiges Kapital ab diesem Punkt zu investieren (siehe "Notgroschen vs. Investieren" oben).
  • Den Notgroschen nie überprüfen. Steigen deine monatlichen Ausgaben (z. B. durch Miete oder Familienzuwachs), sollte auch der Zielbetrag des Notgroschens entsprechend angepasst werden.

Grenzen des Rechners

  • Der Rechner nutzt eine konstante monatliche Sparrate - reale Ersparnisse schwanken oft von Monat zu Monat.
  • Er berücksichtigt keine Guthabenzinsen während des Ansparens (bei den aktuell für Tagesgeld üblichen Zinssätzen ist dieser Effekt über wenige Jahre gering, aber nicht null).
  • Er trifft keine individuelle Aussage, ob 3, 6, 9 oder 12 Monate für deine persönliche Situation angemessen sind - das hängt von Faktoren ab (Berufssituation, Haushaltszusammensetzung, weitere Absicherungen), die der Rechner nicht abfragt. Die Tabelle "3-, 6-, 9- oder 12-Monats-Regel" oben gibt dazu eine erste Orientierung.
  • Er ersetzt keine individuelle Finanzberatung.

Haftungshinweis

Dieser Rechner dient ausschließlich der allgemeinen Veranschaulichung und stellt keine individuelle Finanzberatung dar. Die empfohlenen Sicherheitsfaktoren (3-12 Monatsausgaben) sind in der Finanzberatung etablierte Faustregeln, keine Garantien für deine persönliche Situation. Berücksichtige bei deiner tatsächlichen Finanzplanung immer deine individuellen Umstände und ziehe bei Bedarf unabhängige Beratung hinzu.

Häufige Fragen

Was ist ein Notgroschen?

Ein Notgroschen ist eine separat gehaltene finanzielle Reserve für unerwartete Ausgaben oder einen plötzlichen Einkommensausfall - z. B. eine Autoreparatur oder vorübergehende Arbeitslosigkeit. Er soll nicht investiert werden, sondern jederzeit ohne Kursrisiko verfügbar sein, siehe Kapitel 'Was ist ein Notgroschen?' oben.

Wie hoch sollte mein Notgroschen sein?

Die gängigste Faustregel empfiehlt 3-6 monatliche Ausgaben für die meisten Haushalte, 9-12 Monatsausgaben für Selbstständige oder Haushalte mit nur einem Einkommen. Dieser Rechner lässt dich zwischen 3, 6, 9, 12 oder einem beliebigen benutzerdefinierten Wert wählen - siehe Tabelle 'Die 3-, 6-, 9- oder 12-Monats-Regel' oben.

Reichen 3 Monatsgehälter?

Nein - die Berechnung sollte sich an deinen monatlichen AUSGABEN orientieren, nicht an deinem Gehalt. Wer mehr verdient als ausgibt, würde mit dem Gehalt als Grundlage einen unnötig großen (und schwerer zu erreichenden) Notgroschen ansetzen. Im Ernstfall musst du deine Ausgaben decken, nicht dein bisheriges Einkommen ersetzen.

Oder 3 Monatsausgaben?

Ja, genau das ist die fachlich richtige Grundlage - dieser Rechner berechnet deinen Zielbetrag deshalb bewusst aus deinen monatlichen Ausgaben (Zielbetrag = monatliche Ausgaben × Sicherheitsmonate), nicht aus deinem Einkommen.

Wo sollte ich meinen Notgroschen lagern?

Am besten auf einem separaten Tagesgeldkonto - täglich verfügbar, getrennt vom laufenden Zahlungsverkehr des Girokontos und meist mit etwas Zinsertrag. Festgeld eignet sich nicht, da das Geld dort für eine feste Laufzeit gebunden ist und im Notfall nicht sofort verfügbar wäre.

Sollte ich meinen Notgroschen investieren?

Nein. Der Zweck des Notgroschens ist sofortige, kursrisikofreie Verfügbarkeit im Notfall - nicht Rendite. Würdest du ihn investieren (z. B. in ETFs), müsstest du im Ernstfall womöglich zu einem ungünstigen Zeitpunkt mit Verlust verkaufen. Investiere stattdessen Kapital, das über deinen vollständigen Notgroschen hinausgeht.

Ist Tagesgeld für den Notgroschen sinnvoll?

Ja, ein Tagesgeldkonto ist für die meisten Haushalte die beste Wahl: tägliche Verfügbarkeit ohne Kursrisiko, organisatorisch getrennt vom Girokonto, und in der Regel mit einem kleinen Zinsertrag. Siehe Kapitel 'Tagesgeld oder Girokonto?' oben für den Vergleich.

Wie schnell sollte ich meinen Notgroschen aufbauen?

So schnell wie es deine finanzielle Situation vernünftig zulässt, ohne dabei in akute finanzielle Bedrängnis zu geraten. Dieser Rechner zeigt dir konkret, wie viele Monate du bei deiner aktuellen Sparrate bis zum Ziel brauchst - eine höhere monatliche Sparrate verkürzt diese Zeit direkt.

Was mache ich, nachdem mein Notgroschen vollständig aufgebaut ist?

Sobald dein Zielbetrag erreicht ist, solltest du zusätzliches Kapital nicht weiter im Notgroschen ansammeln, sondern investieren - z. B. über einen ETF-Sparplan oder einen klassischen Zinseszins-Sparplan. Bargeld über den vollständigen Notgroschen hinaus verliert real an Kaufkraft, ohne einen zusätzlichen Sicherheitsvorteil zu bieten.

Kann Inflation meinen Notgroschen entwerten?

Ja - liegen die Guthabenzinsen unter der Inflationsrate, verliert auch ein Notgroschen real an Kaufkraft (siehe Inflationsrechner für die genaue Berechnung). Das ist trotzdem kein Grund, ihn zu investieren: Ein moderater realer Kaufkraftverlust ist der bewusst in Kauf genommene Preis für sofortige, kursrisikofreie Verfügbarkeit.

Wann sollte ich den Zielbetrag meines Notgroschens erhöhen?

Immer dann, wenn sich deine monatlichen Ausgaben dauerhaft erhöhen (z. B. durch höhere Miete oder Familienzuwachs) oder sich deine Berufssituation verändert (z. B. Wechsel von Festanstellung zu Selbstständigkeit) - in beiden Fällen solltest du den Rechner mit den aktuellen Werten neu durchrechnen.

Wie oft sollte ich meinen Notgroschen überprüfen?

Eine jährliche Überprüfung ist eine sinnvolle Faustregel, zusätzlich immer dann, wenn sich deine Lebenssituation wesentlich ändert (neuer Job, Umzug, Familienzuwachs). Da sich monatliche Ausgaben über die Zeit meist erhöhen, sollte auch der Zielbetrag entsprechend mitwachsen.

Was passiert, wenn mein vorhandener Notgroschen bereits größer ist als das Ziel?

Der Rechner zeigt dir dann keine Fehlermeldung, sondern eine positive Erfolgsmeldung mit dem genauen Betrag, um den du über deinem Ziel liegst. Das überschüssige Kapital eignet sich sehr gut, um es stattdessen zu investieren, siehe Kapitel 'Notgroschen vs. Investieren' oben.

Was ist der Unterschied zwischen einem Notgroschen und einem Sparziel?

Ein Notgroschen ist ein spezielles Sparziel mit fester, formelbasierter Zielgröße (monatliche Ausgaben × Sicherheitsmonate) und dem alleinigen Zweck der Notfallabsicherung. Für frei wählbare Sparziele (z. B. eine Anschaffung oder Reise) ist der Sparziel-Rechner die passendere Wahl.

Warum wird die benötigte Sparzeit immer aufgerundet?

Damit du nie zu wenig sparst: Würde die Sparzeit abgerundet, könntest du fälschlich annehmen, dein Ziel bereits einen Monat früher erreicht zu haben, als es tatsächlich der Fall ist. Die Aufrundung (Ceiling) stellt sicher, dass du am Ende deiner berechneten Sparzeit dein Ziel sicher erreicht oder sogar leicht überschritten hast.

Was, wenn meine monatliche Sparrate 0 € beträgt?

Dann zeigt der Rechner, dass die Lücke zu deinem Notgroschen bei aktueller Sparrate rechnerisch nie geschlossen wird - eine ehrliche Antwort statt einer falschen Zeitangabe. Schon eine kleine monatliche Sparrate reicht, um ein konkretes, erreichbares Sparziel zu erhalten.

Die Ergebnisse dieses Rechners dienen ausschließlich der Information und Orientierung und stellen keine Finanz-, Anlage-, Steuer- oder Rechtsberatung dar. Sie ersetzen keine individuelle professionelle Beratung. Für zukünftige Entwicklungen (z. B. Renditen, Zinssätze oder Kurse) besteht keine Garantie - angenommene oder vergangene Werte sind kein verlässlicher Indikator für die Zukunft.