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Versicherungen

Risikolebensversicherung

Definition

Die Risikolebensversicherung zahlt beim Tod der versicherten Person eine vereinbarte Summe an die Begünstigten. Sie ist reiner Risikoschutz ohne Sparanteil - und damit die günstige, transparente Absicherung für Familien und Kreditnehmer.

Auch bekannt als: Risikoleben, Todesfallversicherung

Wer sie braucht - und wer nicht

Die Risikolebensversicherung beantwortet eine einzige Frage: Wäre jemand finanziell in Not, wenn du morgen stirbst? Wenn ja - Partner mit gemeinsamem Kredit, Kinder, Alleinverdiener-Familien - gehört sie zu den wichtigsten Policen überhaupt. Wenn nein - Singles ohne Unterhaltspflichten - ist sie überflüssig. Sie zahlt im Todesfall während der Laufzeit die vereinbarte Summe steuerfrei an die Begünstigten; endet die Laufzeit ohne Todesfall, gibt es nichts zurück. Genau deshalb ist sie so günstig: Der Beitrag kauft reinen Schutz, keinen (teuren) Sparvertrag.

Die zwei Kernentscheidungen: Versicherungssumme - als Faustregel das Drei- bis Fünffache des Brutto-Jahreseinkommens bzw. Restschuld der Baufinanzierung plus Familienbedarf - und Laufzeit: bis die Kinder auf eigenen Beinen stehen oder der Kredit getilgt ist.

Ein Praxisbeispiel

Familie mit zwei kleinen Kindern, 320.000 € Restschuld auf dem Haus, ein Hauptverdiener: Eine Risikolebensversicherung über 400.000 € mit 25 Jahren Laufzeit kostet für einen gesunden 35-Jährigen (Nichtraucher) etwa 25-35 € im Monat. Stirbt er, kann die Familie den Kredit ablösen und hat einen Puffer für die ersten Jahre - Haus und Lebensstandard bleiben erhalten. Paare sichern sich oft über zwei Einzelverträge gegenseitig ab ("Überkreuz-Modell" - steuerlich vorteilhaft bei unverheirateten Paaren).

Typische Fehler und Missverständnisse

  • Mit der Kapitallebensversicherung verwechseln: "Lebensversicherung" wird oft für beides benutzt - die Risikoleben ist reiner Schutz (günstig), die Kapitalleben kombiniert Schutz mit renditeschwachem Sparen (teuer). Schutz und Geldanlage trennen!
  • Summe zu knapp wählen: 100.000 € klingen viel, tragen eine Familie aber nur wenige Jahre - Bedarf ehrlich rechnen (Kredit + Jahresbedarf × Jahre).
  • Raucherstatus verschweigen: Falschangaben gefährden den Schutz - und Rauchen verdoppelt etwa den Beitrag, ehrlich bleiben.
  • Fallende Summe reflexhaft nehmen: Für reine Kreditabsicherung ist eine fallende Versicherungssumme passend und billiger - für den Familienschutz aber meist die konstante Summe richtig.

Wichtige Hinweise

  • Gesundheitsfragen gelten wie bei der BU: vollständig und wahrheitsgemäß beantworten.
  • Bezugsrecht klar regeln und bei Scheidung/Heirat aktualisieren - das Geld geht an die eingetragene Person, nicht automatisch an "die Familie".

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