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Grundlagen

Opportunitätskosten

Definition

Opportunitätskosten sind der entgangene Nutzen der besten Alternative, auf die man verzichtet. In der Geldanlage ist das die Rendite, die ein anderweitig eingesetztes oder gebundenes Kapital hätte erwirtschaften können.

Auch bekannt als: Opportunitätskosten, Alternativkosten

Was Opportunitätskosten sind

Opportunitätskosten sind der entgangene Nutzen der besten Alternative, die man nicht gewählt hat. Wer sich für eine Verwendung von Geld oder Zeit entscheidet, verzichtet zwangsläufig auf andere Möglichkeiten - deren entgangener Ertrag ist die Opportunitätskosten. Sie tauchen in keiner Rechnung als tatsächliche Zahlung auf, sind aber ökonomisch real.

Opportunitätskosten in der Geldanlage

In der Geldanlage sind Opportunitätskosten meist die entgangene Rendite: Geld, das in einem Gegenstand oder auf einem unverzinsten Konto gebunden ist, kann nicht gleichzeitig angelegt werden und dort einen Ertrag erwirtschaften. Über lange Zeiträume wirkt dabei der Zinseszinseffekt - je länger das Kapital gebunden ist, desto größer die entgangene Rendite.

Ein Beispiel

Wer ein Auto für 24.000 € bar bezahlt, statt das Geld anzulegen, verzichtet bei einer angenommenen Rendite von 5 % pro Jahr im ersten Jahr auf rund 1.200 €, über vier Jahre auf mehr als 5.000 €. Diese entgangene Rendite ist der Grund, warum ein Barkauf trotz gesparter Kreditzinsen nicht automatisch die günstigste Variante ist.

Wichtige Hinweise

  • Opportunitätskosten sind eine Annahme: Sie hängen davon ab, welche Rendite die Alternative realistisch erzielt hätte.
  • Sie sind besonders bei großen, langfristig gebundenen Beträgen relevant.
  • Auch bei einer Finanzierung existieren sie - dort ersetzen die Kreditzinsen weitgehend die entgangene Rendite auf das nicht gebundene Kapital.

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