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Grundlagen

Wechselkurs

Definition

Der Wechselkurs gibt an, in welchem Verhältnis zwei Währungen getauscht werden - etwa wie viele US-Dollar man für einen Euro erhält. Er entsteht auf dem Devisenmarkt aus Angebot und Nachfrage und schwankt laufend.

Auch bekannt als: Wechselkurse, Devisenkurs, Umrechnungskurs

Wie Wechselkurse entstehen

Währungen werden auf dem Devisenmarkt gehandelt - dem größten Finanzmarkt der Welt. Der Wechselkurs ist schlicht der Preis, der sich dort aus Angebot und Nachfrage ergibt: Kaufen viele Anleger US-Anlagen, brauchen sie Dollar - der Dollar wertet gegenüber dem Euro auf. Wichtige Treiber sind Zinsdifferenzen zwischen Währungsräumen (Geld fließt dorthin, wo der Leitzins höher ist), Inflationsunterschiede, Wirtschaftslage und politische Stabilität.

Notiert wird meist als Währungspaar: EUR/USD = 1,10 bedeutet, ein Euro kostet 1,10 US-Dollar. Steigt die Zahl, wird der Euro stärker - Reisen und Importe aus dem Dollarraum werden für Euro-Besitzer günstiger.

Ein Praxisbeispiel

Eine USA-Reise kostet 3.000 $. Bei einem Kurs von EUR/USD 1,20 sind das 2.500 € - fällt der Euro auf 1,00, kostet dieselbe Reise 3.000 €. Der Währungsrechner zeigt solche Umrechnungen mit aktuellen Kursen. Dazu kommt in der Praxis die Spanne der Anbieter: Wer am Flughafen tauscht, zahlt oft mehrere Prozent Aufschlag auf den echten Marktkurs ("Sortenkurs"); Kartenzahlung in Landeswährung ist meist deutlich günstiger.

Typische Fehler und Missverständnisse

  • Im Ausland "in Euro zahlen": Bietet der Kartenterminal die Abrechnung in Euro an (Dynamic Currency Conversion), steckt darin fast immer ein schlechter Kurs - besser in Landeswährung zahlen.
  • Wechselkursprognosen vertrauen: Kurzfristige Kursbewegungen sind auch für Profis kaum vorhersagbar - private "Währungswetten" sind Spekulation, keine Geldanlage.
  • Währungsrisiko im Depot übersehen: Wer in weltweite ETFs investiert, hält automatisch Fremdwährungen - deren Schwankungen wirken zusätzlich zu den Aktienkursen, gleichen sich langfristig aber teilweise aus.

Wichtige Hinweise

  • Banken und Wechselstuben verdienen an der Differenz zwischen An- und Verkaufskurs - Kurse vergleichen lohnt sich vor allem bei größeren Beträgen.
  • Referenzkurse (z. B. der EZB) sind Mittelkurse ohne Gebühren - der tatsächlich erhaltene Kurs weicht davon ab.

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